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Bach tritt über die Ufer – Apelerner sitzen fest / Toiletten nur begrenzt nutzbar

Gefangen vom Hochwasser

Apelern/Rodenberg. Erneut hat Hochwasser Anwohner der Straße Am Riesbach in Apelern auf ihren Grundstücken festgesetzt. Um 9.15 Uhr wurde der Weg dichtgemacht, nur noch zu Fuß über die Zäune der Nachbarn konnten die Bewohner von vier Häusern überhaupt ihre Grundstücke verlassen. Auch an der Rodenberger Aue spitzte sich die Situation am Nachmittag zu.

veröffentlicht am 22.02.2016 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

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Es war das zweite Mal binnen eines Vierteljahres, dass der Riesbach die Straße überschwemmte. Die Häuser, die sich am niedrigsten Stück des Weges befinden, sind für deren Bewohner wie ein Käfig. Sogar die Toilettennutzung wird zum Wagnis, denn weil die Kanäle voller Wasser sind, können die Menschen am Riesbach nicht mehr unbegrenzt spülen.

Seit Jahren geht das so – und niemandem fällt eine Lösung ein. Pumpwerke können ein Gewässer nicht im Zaum halten, sagt Jörg Döpke, im Rathaus für den Fachbereich Bauen zuständig. Diese werden im Auegebiet lediglich dazu verwendet, um Wasser aus den Regenkanälen in die Aue zu befördern. Dies soll die Kanäle entlasten, nicht jedoch die Hochwassersituation am Fluss.

Am Riesbach waren die Pumpwerke Montag hoffnungslos überfordert. Anwohner pochen aber seit Jahren auf zusätzliche Retensionsflächen außerhalb Apelerns. Sie wollen, dass der Schmutzwasserkanal abgedichtet wird. Dort dringe Wasser aus dem Riesbach ein.

Wann die Menschen ihre Grundstücke wieder ungehindert verlassen können – für ältere Menschen scheidet die Kletterpartie über die Zäune aus – war Montag unklar, weil es einige Zeit dauert, ehe das Wasser aus den Höhenzügen ringsum abgeflossen ist.




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