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Fürstliche Hofreitschule gibt Besuchern im Schlosshof Einblick in die höfische Falknerei

Geflügeltes Ostergeschenk

Bückeburg. Ein Spaziergang durch den frühlingshaften Schlosspark zu Ostern ist eigentlich für einen Bückeburger obligatorisch. In diesem Jahr lohnte sich der Besuch ganz besonders: An beiden Osterfeiertagen gab nämlich die Fürstliche Hofreitschule den Besuchern im Schlosshof einen Einblick in die höfische Falknerei, also die Jagd mit Greifvögeln, wie sie in vergangenen Jahrhunderten von Adligen mit Falken oder Bussarden betrieben wurde. Und was das vielköpfige Publikum besonders gefreut haben dürfte: Der Eintritt zur Darbietung „Höfische Falknerei“ war an beiden Osterfeiertagen frei. Ins Nest gelegt worden war den Schloss- und Schlossparkbesuchern dieses Ostergeschenk von der „Alten Schlossküche“.

veröffentlicht am 08.04.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:22 Uhr

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So manches Wissenswertes gab es neben den rasanten Flug- und Jagdvorführungen mit den Greifvögeln von Hofreitmeister Wolfgang Krischke und Hofreitschul-Direktorin Christin Krischke zu erfahren: dass die Jagd mit Greifvögeln früher allein dem Adel vorbehalten war und dass es die einzige Art der Jagd war, an der auch Frauen teilnehmen durften. Dass Falken im Horizontalflug bis zu 180 Stundenkilometer und im Steilflug bis zu 380 Stundenkilometer schnell werden können und damit eine Geschwindigkeit erreichen, bei der dem Menschen sofort die Lunge platzen würde. Warum dies dem Falken nicht geschieht, erläuterte Wolfgang Krischke anhand der außergewöhnlichen Physik der Nasenanatomie des Vogels. Dass die Silbe „beiz“ im Wort „Beizjagd“ von beißen und die Silbe „Ger“ im Begriff „Gerfalke“ von gieren kommt – weil der Gierfalke seine Beute besonders schnell hinunterschlingt, bevor sie ihm von Konkurrenten aus dem Tierreich abspenstig gemacht wird. Und womit die adligen Jagdherren einen Reiher ehrten, wenn es ihm gelang, fünf Mal nacheinander den Angriff eines Jagdvogels zu überstehen.

Eingeladen waren die Besucher der Greifvogelschau zugleich von der „Alten Schlossküche“, eine neue Bierkreation aus der Schaumburger Brauerei mit echter Zitrone zu kosten. Außerdem gab es für junge Besucher ein Ostereiersuchen im Schlosspark. Besonders guten Umsatz hatte aufgrund des Wetters der „Wumba Tumba Schokoladeneisverkäufer“, der während der Darbietung der Fürstlichen Hofreitschule und auch danach Position auf der Schlossbrücke bezogen hatte.




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