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Kranzniederlegung am jüdischen Mahnmal

Gegen das Vergessen

Bad Nenndorf. 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz ist auch am jüdischen Mahnmal in Bad Nenndorf mit einer Kranzniederlegung der Opfer gedacht worden.

veröffentlicht am 27.01.2015 um 19:11 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:22 Uhr

„Diese Erinnerung darf niemals enden“, sagte Marlies Matthias bei der Gedenkstunde. „Wir sind im 21. Jahrhundert angekommen – und das Morden hat immer noch nicht aufgehört“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Nenndorf in Bezug auf die Anschläge in Paris. „Mein Wunsch ist eine gemeinsame und friedliche Zukunft ohne jede Form von Gewalt.“

Ludmila Nekrasova von der jüdischen Gemeinde Bad Nenndorf schockierte die zahlreichen Zuhörer mit der Nachricht, dass, nach einer Umfrage aus dem Jahr 2014, jeder fünfte Deutsche zwischen 18 und 30 Jahren nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen könne. „Wenn wir eine Lehre aus der Vergangenheit ziehen wollen, müssen wir diese auch wach halten“, urteilte sie. Falls sich die Bevölkerung jedoch dazu entschließen sollte, einen Schlussstrich unter das Thema Holocaust zu ziehen, „wird die Vergangenheit wieder unsere Zukunft sein. Und das dürfen wir nicht gestatten“, meinte sie.js




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