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Trio Dorado Vagabundi stößt im Hofcafé auf große Resonanz

Geige, Bass, Gitarre und Gesang stromern quer durch alle Gefilde

Petzen. Eine bunte Klangmelange aus Klezmer, Swing, Jazz, Volkstümlichem und mehr Musikstilen haben Violinist und Arrangeur Anton Sjarov, Sängerin und Gitarristin Helga Freude sowie Carlos Baker am Kontrabass am Freitag im Hofcafé „Peetzen 10“ angerührt, und sie sind damit hervorragend angekommen.

veröffentlicht am 03.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:21 Uhr

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Das Trio stromerte quer durch alle nur denkbaren musikalischen Gefilde. Groß ist die Gefahr – sollte man meinen –, dass daraus ein gesichtsloser Multikulti-Einheitsbrei wird. Nicht so bei dem ursprünglich aus Bulgarien stammenden Zaubergeiger, dem den Bass zupfenden Boulivier und der in jeder Hinsicht gewandten bayerischen Vokalistin: Dem Team gelang das Kunststück, allen Kulturen ihre erkennbare Individualität zu lassen und sie trotzdem zu einem in sich farbigen Ganzen zu kombinieren. Die Mischung aus Antons schillernden Eigenkompositionen und anderen heiteren, melancholischen, stets stimmungsvollen Melodien schien – dem starken Beifall nach zu urteilen – jedem Zuhörer gleichermaßen gut zu gefallen.

Nach dem atmosphärischen Lied von der schönen Frau und vielen Kindern lockten einschmeichelnde Streichertöne, das frisch pointierte Lied der Sinti, ein schönes Italien, der bekannte Zigeunerswing, „Speak low“ von Kurt Weill, serbische, jüdische Weisen und vieles mehr, um das Publikum schwindlig zu spielen und zu singen. Bewundernswert war dabei immer wieder Anton Sjarov, der unter anderem sein selbst erdachtes „Eyes auf tears“ mit Tiefe zum Ausdruck brachte. Der Vortragsreigen fiel so fließend aus, dass die Gäste im ausverkauften Saal oft gar nicht wussten, wohin mit ihrem Applaus, den sie aber zum Finale so reichlich nachholten, dass zwei Zugaben fällig wurden.




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