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Erster Verfahrensschritt abgeschlossen

Geld für DSL wird an anderer Stelle fehlen

Samtgemeinde Rodenberg. Baufachbereichsleiter Jörg Döpke hat dem Seniorenbeirat den aktuellen Stand beim Thema Internetversorgung der Samtgemeinde Rodenberg dargelegt. Probleme gibt es im Flecken Lauenau demnach nur in den Randlagen. Doch speziell in Hülsede, Pohle und Messenkamp sei das Netz „ziemlich langsam“. Besserung soll ein Ausbaukonzept unter Beteiligung von Kreis und Kommunen bringen (wir berichteten).

veröffentlicht am 04.04.2016 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

04. April 2016 17:27 Uhr

Samtgemeinde Rodenberg. Baufachbereichsleiter Jörg Döpke hat dem Seniorenbeirat den aktuellen Stand beim Thema Internetversorgung der Samtgemeinde Rodenberg dargelegt. Probleme gibt es im Flecken Lauenau demnach nur in den Randlagen. Doch speziell in Hülsede, Pohle und Messenkamp sei das Netz „ziemlich langsam“. Besserung soll ein Ausbaukonzept unter Beteiligung von Kreis und Kommunen bringen (wir berichteten).

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Döpke ärgerte sich darüber, dass der Netzbetreiber – die Deutsche Telekom – den Missstand nicht von selbst beheben will und stattdessen die Kommunen zur Kasse bittet. „Um den Vorwahlbereich 05043 hat sich die Telekom nie richtig gekümmert“, sagte der Baufachmann. Beiratschef Wilhelm Gerland gab aber auch zu bedenken, dass es im Bereich der Vorwahl 05723 ebenfalls Engpässe gibt. Die Samtgemeinde Rodenberg sei in Schaumburg das am schlechtesten versorgte Teilgebiet.

Wobei die Unterschiede groß sind: Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla verwies auf die exzellente Versorgung Rodenbergs. Auch in den Neubaugebieten Lauenaus gibt es laut Döpke große Leitungskapazitäten bei den Internetzugängen.

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Funklösungen wie in Groß Hegesdorf haben Döpke zufolge keine ausreichenden Verbesserungen gebracht, aber darüber hinaus auch Geld gekostet. Das nun angestrebte Breitbandausbau-Konzept unter Beteiligung von Kreis und Kommunen habe einen Schwerpunkt in der Samtgemeinde Rodenberg. Ob damit auch Bereiche wie Blumenhagen ausreichend versorgt werden, sei offen, aber nicht unmöglich.

Das dazugehörige Interessenbekundungsverfahren, bei dem Telekommunikationsunternehmen ihre Angebote unterbreiten konnten, sei mittlerweile abgeschlossen. Die Ergebnisse sollen innerhalb des nächsten Vierteljahres vorliegen, bis 2018 sollen die unterversorgten Gebiete der Samtgemeinde in ausreichender Bandbreite ans Netz angeschlossen sein.

Allerdings koste dies die Gemeinden Geld, weil die Telekom den Ausbau nicht aus eigener Tasche zahlt. „Das wird unweigerlich zu Einsparungen in anderen Bereichen führen“, so Döpke. Als Beispiel nannte er die Wegesanierung.

Für Menschen, die bislang wegen fehlender oder mangelhafter Infrastruktur wenig Erfahrung mit dem Internet gesammelt haben, schlug Döpke unterstützende Informationsveranstaltungen in den einzelnen Gemeinden vor. Einerseits soll es dabei um die Anschlüsse selbst aber auch um die Handhabung am PC gehen.