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Verlorene Börse wird vom Richtigen gefunden

Geld in den Radieschen

Obernkirchen (jaj). Manchmal machen die Standinhaber auf dem Wochenmarkt unerwartete Entdeckungen. Taner Kahraman, der einen Gemüsestand betreibt, fand jüngst eine Geldbörse zwischen seinen Radieschen.

veröffentlicht am 30.10.2008 um 00:00 Uhr

"Ich habeüberall herum gefragt, wem sie gehören konnte", erzählt er. Den Besitzer konnte er jedoch nicht finden. Zwei Wochen lang hatte er das Portemonnaie in seinem Besitz. "Ich habe die erste Woche nicht einmal reingeschaut", erinnert er sich. Als sich der Besitzer aber immer noch nicht finden ließ, öffnete er sie doch. Er fand allerdings nicht die gewünschten Karten oder Ausweise, die Aufschluss über den Besitzer gegeben hätten. In der Geldbörse befand sich nur Geld. Wieviel will er nicht erzählen, "aber es war sehr viel". Nach zwei Wochen kamen zweiältere Damen an seinen Stand, und Kahraman erinnerte sich, dass eine von beiden an dem betreffenden Tag Radieschen gekauft hat. Völlig überrascht bejahte eine der Damen seine Frage, ob sie etwas vermissen würde. "Da habe ich mir das Portemonnaie und seinen Inhalt erstmal genau beschreiben lassen", erklärt der Stadthäger. Was man so lange gehütet hat, will man dann ja schließlich nicht an den Falschen heraus geben. Die Beschreibung stimmte, und so konnte das wertvolle Fundstück nach zwei langen Wochen wieder an seine überglückliche Besitzerin heraus gegeben werden. Gerade noch rechtzeitig, denn am nächsten Tag hat die Frau, die nur zu Besuch in Obernkirchen war, wieder ihre Heimreise nach Kassel angetreten. "Sie hat sich zweimal aufs herzlichste bedankt", freut sich Kahraman, der in der Türkei geboren ist und seit sechs Jahren in Deutschland lebt. Seine Ehrlichkeit begründet er unter anderem mit seinem Glauben. "Es kommt für mich als Moslem nicht in Frage, gefundenes Geld auszugeben. Egal, ob es ein Cent oder 1000 Euro sind."




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