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Unentwegte treffen sich beim Festwirt zu Matjes und Pellkartoffeln

"Geldbeutelwaschen" beschließt das Fest

Hagenburg (jpw). Mit dem "Geldbeutelwaschen" beschließen die Hagenburger Schützen traditionell ihr Schützenfest. Unentwegte und etwas Angemüdete treffen sich beim Festwirt zu Matjes und Pellkartoffeln.

veröffentlicht am 17.07.2008 um 00:00 Uhr

"Wenn ich den Geschmack von Fisch auf der Zunge habe, weiß ich, dass das Schützenfest vorbei ist." Für "Fahnenoberleutnant" Fritz Tieste ist am Tisch in der Gaststätte "Haberlah" die Sache eindeutig. Pellkartoffeln und Matjes werden unter den Schützenbrüdern herumgereicht, im Raum nebenan sitzen die verbliebenen Musiker des "Zen tralorchesters". Und es wäre nicht Hagenburg, wenn selbst noch der Dienstag nicht mit einem kleinen Rekord glänzen würde: Jobst-Wilhelm Rust, "Offizier" des Zapfenstreichs, bringt die letzte Gruppe der unentwegt Unentwegten und Übernächtigten in Schützengrün unter dem mehr oder minder kontrollierten Absingen des "Niedersachsenliedes" in den Gastraum. Rust sei, so erklärt "Oberfeldwebel" Sven Beier, wohl der erste "Zapfenstreicherleutnant", der seine Gruppe von Sonnabend bis Dienstag durchgängig in Uniform geführt hat. Rust lässt das letzte Häuflein der Aufrechten letztmalig "wegtreten" - diesmal zum Essenfassen. Der "Leutnant" könne sich in den Waschzuber auf dem Hochbein entleeren, bedeutet ihm Heiko Bothe unter dem Gelächter am Tisch - womit der "Major" allerdings nur den Geldbeutel meint. Seit 54 Jahren werfen die Hagenburger Schützen ihre Portemonnaies am Schützenfest-Dienstag in den Waschzuber und hängen die verbliebenen Geldscheine zum Trocknen auf. Von dem Erlös zahlen sie traditionell das Essen und die Getränke.




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