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Grüne: Erdkabel könnte günstiger sein

Gemeinsam gegen „Südlink“

Samtgemeinde Rodenberg. Die Grünen in der Samtgemeinde Rodenberg treibt derzeit das Thema „Südlink“ in besonderem Maße um – schließlich ist die Energiewende, deren Teil die Stromtrasse ist, das Ur-Thema der Grünen. Selbstkritisch räumt Thomas Berger ein, dass er im Rat zu wenig auf das Verabschieden einer Resolution gegen die „Südlink“-Trasse durch Schaumburg gedrungen hat.

veröffentlicht am 11.01.2015 um 13:17 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:42 Uhr

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Bei der Sitzung im Dezember sollte der Rat eigentlich über eine Resolution zu einer Erdkabel-Lösung abstimmen. Außerdem stand zur Debatte, dass die Samtgemeinde offiziell ihren Protest gegen die Stromtrasse erklärt. Beides wurde mit Blick auf die unklare Informationslage vertagt. „Wir hätten ein Zeichen setzen sollen, dass wir uns schützend vor die Bürger stellen“, sagt Berger rückblickend und zieht sich diesen Schuh auch selbst an. Denn er habe damals den Mund gehalten.

Unterdessen setzt der Lauenauer auf die morgige Informationsveranstaltung zum „Südlink“ im Sägewerk (17 bis 20 Uhr). Dort biete sich die Gelegenheit, alle bereits tätigen Bürgerinitiativen zu bündeln. Denn Berger geht davon aus, dass eine große Gruppe, die mit einer Stimme spricht, mehr Gehör erlangt als viele kleine Gruppen in unterschiedlichen Orten.

Die Grünen sind überzeugt, dass der „Südlink“ im Schaumburger Abschnitt ausschließlich per Erdkabel zu realisieren ist – wenn die Trasse denn unbedingt durch dieses Gebiet laufen soll. Berger verweist einerseits auf den Umstand, dass das Unternehmen Tennet selbst bereits schriftlich festgehalten hat, in Bad Nenndorf sei ausschließlich eine Erdverkabelung möglich.

Dies will Berger im Falle des Falles auch für die Samtgemeinde Rodenberg sicherstellen lassen. Zwar gilt momentan diese Lösung ebenfalls als problematisch wegen der Kosten und der zu erwartenden Erwärmung nahe der unterirdischen Kabel. Doch die Gruppe Bürgerenergiewende Schaumburg habe einen Entwickler ausfindig gemacht, der eine revolutionäre Lösung geschaffen haben will: ein Erdkabel, dessen Verlegung sogar günstiger als eine Freileitung wäre, und das weder ein elektromagnetisches Spannungsfeld noch Wärme verbreite.

Eine Delegation ist jüngst nach Müden gereist, wo das Unternehmen ansässig ist (wir berichteten). Berger hofft, dass sich auf dem Weg eine überirdische Trasse in jedem Fall vermeiden lässt.




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