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Natur, Wasser, Verkehr, Lärm: Gutachter haben wenige Bedenken / Informationsabend in Lauenau

Geplantes Edeka-Lager passt in die Landschaft

Lauenau (rwe). Für den Bau des Edeka-Regionallagers in der Samtgemeinde Rodenberg scheint es keine Hürden zu geben. Zumindest ergeben sich aus den Gutachten kaum Bedenken gegen den bis zu 30 Meter hohen Logistikkomplex.

veröffentlicht am 21.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:22 Uhr

Bis zu 30 Meter hoch soll das neue Regionallager der Edeka an de

Mit einem Informationsabend haben der Rat Pohle und die Fachausschüsse aus der Gemeinde Apelern und dem Flecken Lauenau im Lauenauer Bürgerhaus den Einstieg in die Bauleitplanung vollzogen. Auch wenn es an dem Abend noch keine Beschlüsse gab, so erweckten die Gutachter und die Politiker während der Sitzung den Eindruck, als sei der Bebauungsplan 23 „Logistikpark“ schon so gut wie beschlossene Sache. Die Experten äußerten kaum Bedenken, die Politiker hatten am Ende der Vorträge kaum Fragen. Bei dem Vorhaben der „Edeka“ handelt es sich zwar um einen gewaltigen Komplex, der aber die Grenzen nicht überschreitet.

Wie schon beim Vortrag im Rodenberger Samtgemeinderat über den mittlerweile geänderten Flächennutzungsplan (wir berichteten) sprach Stadtplaner Georg Seibert von einem „wenig empfindlichen“ Standort. Dennoch sei der Naturhaushalt betroffen. So lebten dort beispielsweise Rebhuhn und Feldlerche. Die Eingriffe in den Boden- und Wasserhaushalt, in die Biotope und das Landschaftsbild gelte es auszugleichen. Für Seibert keine leichte Aufgabe, bei einem derart großen Projekt die richtigen Flächen für ein Ausgleichskonzept zu finden. „Das ist mit fünf bis sechs herkömmlichen Gewerbegebieten vergleichbar.“

Seibert stellte die natürlichen Ersatzflächen vor, die mit einer Gesamtgröße von rund elf Hektar verteilt über die drei Gemeinden angelegt werden: vom Campingplatz bei Reinsdorf bis an die Gemarkungsgrenze Messenkamps weist der Plan dann sieben zwischen 9000 und 32 000 Quadratmeter große Pflanzbereiche aus.

Auch die Entwässerungsplanung für das Edeka-Gelände, auf dem etwa 22 der 27 Hektar versiegelt werden, erreicht gewaltige Dimensionen. Landschaftsarchitekt Georg von Luckwald legte der Berechnung ein zehnjähriges Regenereignis zugrunde. Kernstück seines Konzeptes ist ein Hochwasserbecken mit einem Volumen von 10 000 Kubikmetern. Dadurch wird laut Luckwald auch ein ausreichender Abfluss für die weiter unten liegenden Gewerbegebiete gesichert. „Das muss der Investor auch gewährleisten.“

In Sachen Verkehr auf der Bundesstraße 442 gibt es vor allem an der südlichen Rampe zur Autobahn 2 Handlungsbedarf. Schon jetzt stuft Gutachter Maik Dettma die Qualität des Knotenpunktes als „grenzwertig“ ein. Prognostiziert auf 2025 nimmt der allgemeine Verkehr um neun Prozent bei den Privatwagen und elf Prozent beim Schwerverkehr zu. Hinzu kommen die 1340 Zu- und Abfahrten zu Edeka sowie 370 weitere Fahrzeuge in den benachbarten Gebieten, die bis dahin sicherlich noch erschlossen würden. „Die Kapazität ist dort überschritten“, empfahl er, zeitnah eine Ampel zu installieren. Dann erreiche der Knoten eine befriedigende Qualität. Der nördlichen Rampe sagt Dettma zu dem Zeitpunkt eine „ausreichende“ Qualität vor aus. Als „völlig unproblematisch“ wertet er die Situation an der Einfahrt zum Logistikpark, die bereits ampelgesteuert ist. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann verwies in diesem Zusammenhang auf Gespräche mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, wie sich die Lauenauer A 2-Auffahrt möglicherweise aufweiten ließe.

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