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Andreas Hotz, Generalmusikdirektor am Theater Osnabrück, dirigiert erstes Sinfoniekonzert der Saison

Geprägt durch die Hinwendung zum Neuen

Bückeburg (rd). Zum ersten Sinfoniekonzert der Saison lädt der Kulturverein am Sonntag, 4. November, um 19 Uhr in den Rathaussaal ein. Dort gastiert das Osnabrücker Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Andreas Hotz, der seit der Spielzeit 2012/13 Generalmusikdirektor am Theater Osnabrück ist. In Osnabrück wird er in seiner ersten Spielzeit die Neuproduktion von „La Forza del Destino“, einen Hindemith-Abend und eine Uraufführung leiten.

veröffentlicht am 27.10.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:21 Uhr

Auch das Konzert in Bückeburg ist einer Pressemitteilung der Veranstalter zufolge durch seine Hinwendung zum Neuen geprägt. Es wird auf das herkömmliche Konzertschema (einleitendes Werk, Solistenkonzert und abschließende Sinfonie) verzichtet. Dafür stehen zwei Werke im Mittelpunkt, die Bekanntes und Unbekanntes auf ganz eigene Art miteinander verbinden und einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen.

Zu Beginn des Konzertes erklingt die Sinfonie Nr. 80 d-Moll von Joseph Haydn. Sie gehört zu den wenigen Werken der späten Periode, die in einer Moll-Tonart geschrieben sind. Es folgt Franz Schuberts Sinfonie Nr. 7 h-Moll, die als „Unvollendete“ bekannt geworden ist und durch den wehmütigen Zauber ihrer Melodien Generationen von Hörern ergriffen hat. Nach dem Beginn des 3. Satzes wurde die Komposition von Schubert abgebrochen; das unvollendete Werk wurde erst 43 Jahre nach seinem Entstehen aufgefunden und 37 Jahre nach Schuberts Tod 1865 in Wien uraufgeführt.

Unvollendet – in weitaus größerem Maße als die 7. Sinfonie – sind die Entwürfe zu einer 10. Sinfonie in D-Dur (D 936a), die Franz Schubert in den letzten Wochen seines Lebens anfertigte. Dieses Material hat der zeitgenössische Komponist Luciano Berio (1925-2003) als „Ricomposizione“ mit dem Titel „Rendering“ verwendet. „Rendering“ mit seiner zweifachen Autorenschaft soll eine Restaurierung dieser Skizzen sein, verbunden durch ein sich ständig wandelndes musikalisches Gewebe. Damit interessierten Hörern der Zugang besonders zu diesem Werk erleichtert wird, gibt es um 18.30 Uhr eine Konzerteinführung im Joel-le-Theule-Saal. Sie wird gehalten von Dorit Schleissing, die seit dem Jahr 2011 Leiterin des Musikbüros, Konzertdramaturgin und persönliche Referentin des Generalmusikdirektors am Theater Osnabrück ist. Eine Anmeldung zur Konzerteinführung ist nicht nötig, und sie ist kostenlos. Der Kulturverein möchte damit einem oft geäußerten Wunsch von interessierten Besuchern nachkommen.

Karten gibt es beim Kulturverein in der Tourist-Information am Schlosspark 5, (0 57 22) 36 10 und an der Abendkasse.




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