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Beginn der Erdarbeiten in Kleinenbremen / Löschgruppe soll im Spätsommer 2018 einziehen

Gerätehaus nimmt Formen an

KLEINENBREMEN. Das Warten hat ein Ende. An der Rintelner Straße haben die Arbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Kleinenbremen-Wülpke begonnen. Thomas Wehking, Chef des Portaner Ausschusses für Feuerschutz und Rettungswesen, geht davon aus, dass die Wehrleute im Spätsommer 2018 einziehen können.

veröffentlicht am 28.12.2017 um 15:46 Uhr

Erdarbeiten bei Schneefall: Thomas Wehking, Vorsitzender des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungswesen, sieht sich die Baustelle an. Foto: LY

Autor:

Stefan Lyrath
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„Damit werden gesetzliche Standards erfüllt, die im Brandschutzbedarfsplan und von der Politik gefordert werden“, so Wehking. Nicht gegeben sei dies in alten Gerätehäusern. Diese hätten allerdings Bestandsschutz.

Vernünftige Standards sind dem Vorsitzenden auch deshalb wichtig, „weil die Kameraden und Kameradinnen in Kleinenbremen und Wülpke ehrenamtlich für die Stadt arbeiten“.

Von großer Bedeutung ist dabei die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung. Gemeint ist mit diesem begriff die Trennung zwischen Einsatzort (schwarz) und Sozialbereich (weiß). In neuen Gerätehäusern müssen baulich getrennte und beheizbare Umkleideräume zur Verfügung gestellt werden. Schadstoffe von der Einsatzstelle könnten sonst im schlimmsten Fall bis ins heimische Schlafzimmer gelangen.

Durch die Schwarz-Weiß-Trennung wird aus dem Gerätehaus eine Schleuse zum Schutz vor der Verschleppung von Schadstoffen. Bereits durch die Auswahl der Spinde kann eine Trennung zwischen privater Kleidung und persönlicher Schutzausrüstung erfolgen. Vorgesehen sind an der Rintelner Straße außerdem gut ausgestattete Sozialräume, Duschen sowie Parkplätze direkt am Haus, die ausschließlich für Feuerwehrleute bestimmt sind.

Geplant sind drei Garagen für insgesamt vier Autos, je zwei Mannschaftstransportwagen und Großfahrzeuge. Darunter ist auch ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 4000, das 4000 Liter Wasser fasst, dazu 500 Liter Schaummittel - deutlich mehr als das jetzige Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W (750 Liter). Diese Anschaffung hängt damit zusammen, dass für Einsätze auf der nahen Autobahn 2 eine bessere Wasserversorgung nötig ist. Das TLF 4000 ist bereits bestellt und steht auf Abruf bereit.

Erleichtert, dass es endlich losgeht, ist auch Jörg Achilles, der Vorsitzende des Bezirksausschusses. „Wir haben lange darauf gewartet“, so Achilles in der jüngsten Sitzung des Ortsgremiums. „Wichtig ist, dass die Hauptgewerke vergeben sind. So muss man nicht die Sorge haben, dass man keine Firma mehr kriegt.“

Ursprünglich sollte das Gerätehaus früher fertigwerden. „Im Sommer 2017 sind wir drin“, hatte es 2015 aus dem Rathaus geheißen. Die Gesamtkosten waren von der Verwaltung damals auf rund 840 000 Euro geschätzt worden. „Wir sind darunter geblieben und liegen voll im Kostenrahmen“, berichtet Thomas Wehking. „Die Gelder für die komplette Innenausstattung sind über den Kämmerer bereitgestellt“, fügt er hinzu.

Zu Verzögerungen ist es dem Vernehmen nach unter anderem deshalb gekommen, weil die Rintelner Straße eine Kreisstraße ist und sich das Genehmigungsverfahren hingezogen hat.

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