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825 Jahre Marktprivileg in der Bergstadt / Teil 2 unserer Serie

Geschickte Schachzüge des Bischofs in der Reichspolitik

Obernkirchen. Im Jahre 1153 wurde mit Werner ein Vertreter der Adligenfamilie von Bückeburg aus Obernkirchen als Mindener Bischof eingesetzt. Lehnsrechtlich gehörte ihr Obernkirchener Stammhaus, das Castrum Buccaburg, in den Besitz der Askanier. Der Chef dieses Hauses, Markgraf Albrecht der Bär, war bis 1142 auch Herzog von Sachsen und verlor die Herzogswürde an Heinrich den Löwen. Zwischen diesen beiden kam es in der Folgezeit zu ständigen Streitigkeiten, die Anfang der 1150er Jahre mit kleineren Gefechten und wechselseitigen Verwüstungen begannen. Im Bereich Obernkirchens trafen welfischer und askanischer Eigenbesitz eng aufeinander, gut möglich, dass es auch hierzu Waffengängen gekommen ist, bei denen die Bückeburg durch Zerstörungen wehrtechnisch unbrauchbar gemacht wurde. Das sind jedoch Vermutungen, interessante Ansätze, aber nicht belegbar. Die Familie baute sich jedenfalls Mitte des zwölften Jahrhunderts ein neues festes Haus in der Aueniederung bei Petzen, das "Hus Aren". Sie nannten sich nach diesem Wohnsitz später auch "Arnheimer".

veröffentlicht am 06.10.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Autor:

Rolf-Bernd de Groot



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