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Winterversammlung von Landwirten und Nordzucker AG: Unternehmen fordert mehr Anbau

Gespannte Erwartungen

Wunstorf/Landkreis. Zufrieden mit den vergangenen Monaten haben sich die Zuckerrübenanbauer aus der Region und die Vertreter der Nordzucker AG bei der jüngsten Winterversammlung gezeigt. Auch die Zukunftsaussichten bewerteten sie als positiv, wie die Landwirte und Unternehmensvertreter bei dem Treffen in Wunstorf deutlich machten.

veröffentlicht am 09.02.2016 um 23:19 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:34 Uhr

„Wir Rübenanbauer konnten wieder eine gute Ernte einfahren“, blickte Hans-Heinrich Philipps, Vorstandsmitglied des Zuckerrübenanbauerverbandes Niedersachsen-Mitte, zurück. Lediglich im Oktober habe es aufgrund der Niederschläge kurze Verzögerungen gegeben. Grundsätzlich seien er und seine Kollegen mit dem Wetter während der Kampagne zufrieden.

Hinsichtlich des Ertrages der gerodeten Rüben hatte Franz Hesse, Leiter des Agri-Centers im Nordzuckerwerk in Nordstemmen, wenig auszusetzen. „In der Region rund um den Deister haben die Landwirte 14,5 Tonnen Zucker je Hektar geerntet.“ Zufrieden berichtete Hesse von der sehr guten Verarbeitungsleistung im Werk. „Wir hatten eine nahezu störungsfreie Kampagne und Rüben mit sehr guter Qualität“, so Hesse. Ein großer Teil der Schaumburger Landwirte liefert seine Zuckerrüben an das Werk in Nordstemmen bei Hildesheim.

Die Nachfrage nach Zucker durch die Nordzucker AG wird nach Einschätzung von Clemens Becker, Geschäftsführer des Anbauerverbandes weiterhin hoch sein. Um diesen zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte in der Region hochzuhalten, sei es wichtig, dass die Bauern alle Reserven nutzen, um einen möglichst hohen und stabilen Zuckerertrag zu erzielen, machte er bei der Winterversammlung deutlich.

Herausforderungen stellen nach Ansicht der Landwirte wie auch der Vertreter der Nordzucker AG die Beschlüsse der Europäischen Union dar, die Zuckerquotenregelung im Herbst 2017 abzuschaffen. Die Erntesaison 2016 ist damit die letzte, bei der diese Marktregulierung noch in Kraft ist. Dann werden direkt über die Verbände der Produzenten und die verarbeitenden Betriebe die Preise ausgehandelt. Bisher gibt es staatlich festgesetzte Mengen und Preisgarantien. Ralf Tegtmeyer von der Verhandlungskommission des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer geht vor diesem Hintergrund von stärkeren Preisschwankungen aus.

Die Landwirte aus der Region nutzten die Winterversammlung in Wunstorf auch dazu, die Regionalvertretung des Anbauerverbandes Niedersachsen-Mitte neu zu wählen. Mit dem Schöttlinger Hartmut Brunkhorst und Bernd-Konrad Bohrßen aus Groß Munzel gehören fortan zwei Bauern aus der Region dem Gremium an.bes

Die diesjährige

Rübenkampagne wird wahrscheinlich die letzte mit einer Quotenregelung sein.dpa




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