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Aber klar! Bibergruppe der städtischen Kindertagesstätte verbringt jeden Dienstag im Wald

Gibt es wirklich Biber im Bückeburger Harrl?

Bückeburg (rd). Also, gibt es tatsächlich Biber im Bückeburger Harrl? Auf Nachfrage in der städtischen Kindertagesstätte wird diese Frage von den Mädchen und Jungen bejaht. Doch dann verraten sie, dass die „Biber“ bloß Kindergartenkinder sind.

veröffentlicht am 17.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 21:41 Uhr

Jeden Dienstag seit Mai hat die Bibergruppe der städtischen Kindertagesstätte den ganzen Tag im Wald verbracht. Sogar das in der Kindertagesstätte gekochte Mittagessen wurde ihnen an diesen Tagen in den Wald gebracht, sodass die Kinder beim gemütlichen Waldpicknick wieder Energie für den Nachmittag tanken konnten.

Was die Kinder mit ihren Erzieherinnen den ganzen Tag im Wald gemacht haben, das verraten sie gerne, denn sie hatten dort viel Spaß und Bewegung und konnten einmal ganz anders spielen als sonst und dabei viel Neues entdecken.

Tian (5) hat mit seinem Freund Anton (6) versucht, die Wurzeln von einem Baumstumpf von Erde zu befreien. Manchmal wurde dieser Baumstumpf aber auch zu einem Boot, mit dem die Kinder bei Rollenspielen in See stachen. Außerdem wurden Fangen, Verstecken und viele andere Spiele gespielt.

Spielzeug hatten die Erzieherinnen nicht mit in den Wald genommen, nur ein paar Schaufeln. Die Kinder fanden ihr Spielzeug direkt in der Natur: Stöcke und Steine wurden zu Werkzeugen und Instrumenten. Blätter und Zapfen gab es auch, und Hänge wurden zur Kletterwand und zur Rutsche.

Zuerst war es noch recht schwer, die Berge zu erklimmen, doch nach einiger Zeit schafften es auch die Jüngsten, die steilen Hänge hochzuklettern. Sie halfen einander gegenseitig, was den Gruppenzusammenhalt stärkte und dazu führte, dass sich neue Spielgruppen bildeten. „Beim Abholen waren wir manchmal richtig dreckig“, erzählt Kimi (5).

Neben Klettern und Rutschen wurden auch Wanderungen zum Idaturm, zur Wolfsschlucht, durch den Riesenwald und zum Hexenteich gemacht. Lena (5) weiß noch: „Da haben wir die Hexe gerufen, aber sie ist nicht gekommen.“

Sofie sagt: „Im Kindergarten müssen wir nicht so viel laufen.“ Doch Julinda meint, dass man sich im Wald auch auf den Baumstämmen hinsetzen und ausruhen kann.

Viele Tiere wurden entdeckt: Mäuse, Steinläufer, Tausendfüßler, Maikäfer, Marienkäfer und andere Käfer, Spinnen, Saftkugler, Kellerasseln und viele Schnecken. Wenn ein Tier entdeckt wurde, wurde es den anderen Kindern gezeigt und es wurden Name und Besonderheiten des Tiers erforscht, auch unter Zuhilfenahme von Tierbestimmungsbüchern. Kleinere Tiere wurden im Lupenglas oder unter dem Binocular genauer beobachtet und dann wieder freigelassen.

Die Erzieherinnen erzählen, dass die Waldtage ein großer Erfolg waren, denn neben frischer Luft und Bewegung haben die Kinder motorisch große Fortschritte gemacht, Herausforderungen überwunden, Sachen ausprobiert und viele positive Erlebnisse in der Natur gemacht.




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