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Gemeinde stellt Antrag auf Kreisverkehr in der Mitte von Hagenburg / „Die beste und sicherste Lösung“

Glatte Sechs für den Knotenpunkt

Hagenburg. Keine ausreichende Leistungsfähigkeit und Verkehrsqualität, keine ausreichenden Sichtverhältnisse, unübersichtliche Verkehrsführung und rechtliche Regelungen, die den meisten Verkehrsteilnehmern unklar sind – so hat der Verkehrsplaner Lothar Zacharias über den Verkehrsknotenpunkt B 441/Schierstraße/Twegte in der Mitte von Hagenburg geurteilt. In Schulnoten sei das weniger als eine glatte Sechs, weil sich derartige Situationen sicherheitstechnischen Bewertungen entzögen.

veröffentlicht am 10.02.2016 um 18:36 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:29 Uhr

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Einzig das umsichtige und rücksichtsvolle Verhalten, teilweise mit Verzicht auf die eigentlich bestehende Vorfahrt, führe dazu, dass dort kein Unfallschwerpunkt vorliege, sagte Zacharias in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Hagenburg. Der Planer hatte den Auftrag der Gemeinde, mögliche Lösungsmöglichkeiten zu untersuchen.

Für den Planer aus Hannover bildet die Anlage eines Kreisels die beste und sicherste Lösung. Eine eventuelle Ampellösung verwarf Zacharias allein mit dem Hinweis, dass für mehrere zusätzliche Abbiegespuren kein Platz mehr vorhanden sei.

Wie kompliziert sich die Situation im Moment darstellt, erläuterte Zacharias anhand einiger, weniger Beispiele: Weil es sich verkehrsrechtlich um ein Abbiegen mit Blinken handele, müsse der Autoverkehr, der von Altenhagen kommend nach rechts in Richtung Ortskern Hagenburg unterwegs sei, theoretisch jedem Fußgänger Vorrang einräumen, der vor der alten Apotheke die B 441 überqueren wolle. „Da geht natürlich niemand rüber“, meinte Zacharias. In Städten seien ähnliche Situationen mithilfe von Sperrketten gelöst.

Auf Nachfrage bestätigte Gemeindedirektor Jörn Wedemeier, dass im fraglichen Bereich genügend Platz für einen Kreisverkehrsplatz besteht. Die Gemeinde will nun die Untersuchung des Verkehrsplaners als Grundlage für einen Antrag auf einen Kreisel an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, stellen. Auf SN-Nachfrage hatte sich Geschäftsstellenleiter Markus Brockmann dem Wunsch der Hagenburger nicht abgeneigt gezeigt, aber aufgrund der fehlenden Unfallhäufigkeit keinen zwingenden Handlungsbedarf gesehen.




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