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Das Künstler-Duo „Zweins“ macht derzeit in vielerlei Hinsicht von sich hören und reden

„Gleisgesänge“ bleiben im Ohr und klingen nach

Bückeburg (bus). Das Bückeburger Künstler-Duo „Zweins“ macht derzeit in vielerlei Hinsicht von sich hören und reden. Nané Lénard und Claudio di Facere haben viel Zeit im Tonstudio verbracht, neue Hörbücher sind in Arbeit, Verhandlungen mit Verlagen laufen. Nané ist gleich zweimal unter den zwölf Preisträgern des Schriftstellerwettbewerbs „Bückeburg mordet“ zu finden; Claudio betreut gegenwärtig zwei Filmmusikprojekte und tourt mit der Klezmer-Formation „Benkshaft“. Ganz besonders freuen sich beide über eine Überarbeitung ihres Hörbuchs „Gleisgesänge“, das eine Eisenbahnzeitung zum Anlass für ein umfangreiches Porträt genommen hat.

veröffentlicht am 28.09.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 21:41 Uhr

Die Idee des Hörbuches ist – wie sollte es anders sein – während einer Bahnfahrt entstanden. Lénard und Facere hatten sich über eine Internet-Plattform für Künstler kennengelernt und bald gemerkt, dass ihre kreativen Adern sie verbinden. Erste Treffen zum Ideenaustausch waren schnell vereinbart worden. Den Weg zwischen den Wohnorten legten die Literatin und der Musiker stets per Eisenbahn zurück. Von Ascheberg bei Münster bis nach Bückeburg sind es 163 Kilometer oder gut zweieinhalb Stunden Bahnfahrt – reichlich Zeit, um die Gedanken treiben zu lassen. Die erste Eisenbahngeschichte entstand sozusagen zwangsläufig.

„Während einer Bahnreise kommen die Einfälle fast von allein“, beschreibt Lénard ihren fantasievollen Schaffensprozess. „Die Eisenbahn ist ein Symbol für Bewegung und Vorwärtskommen; gleichzeitig aber auch ein Ort der Ruhe, der Besinnung und des Innehaltens. Sie bringt Menschen zusammen, die vielleicht schon sehr lange getrennt waren, und sie vereint wildfremde Menschen, die ein Stück ihres Weges teilen. Einen spannenderen Ort gibt es nicht.“ Die „Gleisgesänge“ tragen Titel wie „Auf der Strecke“, „Die Zwangreisende“, „Der Verlust“ oder „Heimatlos“. Ihnen wohne nicht unbedingt ein tragischer, aber ein tiefgründiger Charakter inne, erklärt die Autorin.

Getragen werden die Kurzgeschichten von der ruhigen Stimme Lénards, die ihre Stücke selbst liest und den Hörer mit gleichmäßigem Ton durch die Novellen führt. Jedes Wort scheint mit Bedacht gewählt zu sein, die stoische Ruhe des Vortrags zieht den Hörer in den Bann. Begleitet wird die Leserin von Musik aus Faceres Feder. Er steuert Prolog, Intermezzi und Finale bei. Musik und Stimme sind eindringlich, bleiben im Ohr und klingen lange nach. Der musikalische Part entsteht im eigenen Tonstudio – ein Teil am Computer, den anderen Teil spielt der Multiinstrumentalist per Hand ein. „Ich habe eine große Begeisterung für literarische Texte und eine Affinität zu Theater“, berichtet der Komponist. „Texte selbst schreiben kann ich aber nicht. Deshalb habe ich jemanden gesucht, der anspruchsvolle Literatur verfertigen kann, um sie musikalisch zu untermalen.“

Weitere Informationen über „Zweins“ sind im Internet unter den Adressen www.zweins.de, www.fuerstenblut.de und www.prosa-lyrik.de zu finden. Das Duo absolviert in den kommenden Monaten etliche Auftritte: Krimiabend, Samstag, 9. Oktober 19 Uhr, Kunstetage Lauenau; Krimi-Dinner bei Kamin und Kerzenschein, Landsitz Kapellenhöhe Wiedenbrügge am Steinhuder Meer am 13. November, Kulinarische & literarisch spannende Erlebnisse.

Nané Lénard und Claudio di Facere sind das Künstler-Duo „Zweins“.




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