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Bernd Fiedler und sein Team laufen 200 Kilometer in 60 Stunden für eine Welt ohne Hunger

Globale Verantwortung als guter Vorsatz

Bückeburg (rd). Nun ist der erste Monat im neuen Jahr auch schon Geschichte, und viele – wie etwa Bernd Fiedler – fragen sich, was aus den guten Vorsätzen geworden ist, die zum Jahreswechsel gefasst wurden. Weg mit den Fettpölsterchen, also mehr Sport treiben, den Stress im Job nicht mit nach Hause tragen und mehr Zeit mit der Familie verbringen, das Rauchen aufgeben oder vielleicht insgesamt gesünder leben.

veröffentlicht am 05.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Was aber machen Menschen, die sich bereits extrem viel bewegen, das Rauchen schon seit langer Zeit eingestellt und den Kampf mit dem Stress gewonnen haben? Diese Frage quälte den heimischen Langstrecken-Walker und -Läufer Bernd Fiedler vom VfL Bückeburg offenbar nicht, er beschloss: „Ich starte 2013 bei zwei Extremläufen von je 100 Kilometern und lasse mir zwölf Tage Zeit dazwischen zum Entspannen.“ Das klingt erst mal verrückt, unüberlegt und nicht sehr gesund, dahinter steckt aber ein großes weltumspannendes Projekt , die sogenannten Oxfam Trailwalker.

Diese Spendenläufe der Hilfsorganisation Oxfam finden jährlich weltweit in zehn Ländern statt. Es begann vor 26 Jahren mit dem ersten Trailwalker in Hongkong. Dieser diente als Training für die Fernmeldetruppen der Gurkhabrigade, einem Teil der britischen Armee, und ist auch heute noch nur als Vierer-Team plus zwei Betreuer möglich. Es gibt drei große Herausforderungen für die teilnehmenden Teams: Die vier Läufer haben die gemeinsame Aufgabe, die 100-Kilometer-Strecke in weniger als 30 Stunden zu bewältigen, und mindestens drei Läufer müssen zusammen das Ziel erreichen.

Die dritte Herausforderung ist fast genauso schwierig wie die beiden sportlichen Eckpunkte, denn das Team darf nur starten, wenn es vorab eine Mindestsumme an Spenden eingesammelt hat und diese auf den Spendenkonten von Oxfam verbucht sind.

Im Falle des Bückeburger Sportlers gestaltet das die Sache noch schwieriger, denn er will ja wie bereits erwähnt, zwei Trailwalker laufen. Der erste findet am 24. und 25. August in Belgien statt. Zwölf Tage später stehen Fiedler und seine drei Teamkollegen in Osterode beim deutschen Trail am Start.

Fiedler hat noch ein weiteres ehrgeiziges Ziel: Er möchte zusammen mit den anderen Teams die unglaubliche Summe von einer Million Euro in Deutschland und Belgien sammeln. Im vergangenen Jahr lag die Spendensumme schon bei sage und schreibe 886 000 Euro.

Mit dem Geld leistet die unabhängige deutsche Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam Nothilfe in Krisengebieten, stärkt sozial engagierte Kräfte und Hilfsprojekte vor Ort, deckt die der Armut zugrunde liegenden Strukturen auf und drängt Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zum verantwortungsvollen Handeln. Prominente Unterstützer und Botschafter sind unter anderem Desmond Tutu, Die Toten Hosen, Helen Mirren, Cold Play, Alanis Morissette , Antonio Banderas, Joey Kelly und viele andere.

Ebenso wie Joey Kelly haben Fiedler und seine Teammitglieder bereits im Jahr 2012 Erfahrungen beim deutschen Trailwalker gesammelt und die 100 Kilometer erfolgreich absolviert. Seine Vierertruppe, das „Team 4 for a fair World“ möchte in den nächsten Jahren alle Läufe weltweit bestreiten. Somit sind reichlich gute Vorsätze für die kommenden Jahreswechsel abrufbar.

Kontakt: Alle Informationen zum Team, zur Organisation und zu den Möglichkeiten der Unterstützung und Spende findet man im Internet unter www.for-a-fair-world.de. Gerne werden Fragen ganz persönlich per E-Mail four-fair-world@t-online.de oder telefonisch unter 01 57-73 99 86 92 beantwortet.




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