weather-image
×

Jagdgenossen Dirk Holstein und Detlef Müller für Verdienste ausgezeichnet

„Goldenes Rebhuhn“ für Auetaler

Bernsen (rd). In der Versammlung der Jagdgenossenschaft Bernsen ist Dirk Holstein und in der Versammlung der Jagdgenossenschaft Rolfshagen ist Detlef Müller für besondere Verdienste um die Biotoppflege in ihren Heimatorten ausgezeichnet.

veröffentlicht am 16.04.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:42 Uhr

Die jeweiligen Jagdpächter überreichten beiden Jagdgenossen in Verbindung mit entsprechenden Urkunden als Anerkennung für ihr Engagement um den Naturschutz das „Goldene Rebhuhn“ der Landesjägerschaft Niedersachsen. Mit der Verleihung dieser goldenen Anstecknadel werden Grundstückseigentümer geehrt, die sich durch die Bereitstellung und Pflege von ökologisch bedeutsamen Flächen in besonderem Maße um die heimische Tier- und Pflanzenwelt verdient gemacht haben.

Dirk Holstein aus Bernsen wurde die Ehrung zuteil für die unentgeltliche Überlassung einer Fläche von etwa 5000 Quadratmetern zum Zwecke der Bepflanzung mit standortgerechten Sträuchern und Bäumen durch die Revierinhaber. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr Bernsen wurden bei einer gemeinsamen Pflanzaktion insgesamt weit über 2000 Jungpflanzen in den Boden gebracht. Heute bietet dieser mittlerweile weit über mannshohe Hegebusch das ganze Jahr über einer Vielzahl an verschiedensten Tierarten Schutz, Nahrung und Nistmöglichkeiten. Sogar selten gewordene Vogelarten wie der Rotrückenwürger haben hier wieder einen neuen Lebensraum gefunden.

Detlef Müller aus Rolfshagen wurde ausgezeichnet für die weitere Überlassung eines landwirtschaftlich nicht mehr genutzten Areals am Horstsieksbach.

Dirk Holstein (l.) mit Jagdpächter Heinrich Schmieding.

Bereits vor einigen Jahren hatten seine Eltern dem Jagdpächter eine mittlerweile zu einem stattlichen Heckenbiotop herangewachsene Fläche zur Verfügung gestellt, die dank Detlef Müller erweitert werden konnte, sodass nunmehr eine Fläche von etwa 2500 Quadratmetern mit heimischen Pflanzenarten als neues Trittbrettbiotop den wild lebenden Tieren zur Verfügung steht. Auch hier wurde bei der Auswahl der weit über tausend eingesetzten Pflanzen großer Wert auf Standortgerechtigkeit und ökologischen Nutzen gelegt.

Das übergeordnete Ziel derartiger Maßnahmen durch Jäger und andere Naturfreunde liegt in der Anlage neuer Biotope und deren Vernetzung, um der heimischen Tierwelt Wanderkorridore, Zufluchtstätten und neue Lebensräume zu schaffen und somit einen wertvollen Beitrag zum Arten-, Landschafts- und Naturschutz zu leisten. Bei der Übergabe der Urkunde an Detlef Müller dankte Jagdpächter Büttner auch der Landesjägerschaft Niedersachsen, die derartige Pflanzaktionen finanziell erheblich unterstützt.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige