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Neugestaltung eines Buswartehäuschens unter Anleitung eines Graffiti-Fachmanns

Graffiti am Buswartehäuschen: Pilotprojekt mit Vorbildcharakter

MEINSEN/WARBER. Als Pilotprojekt, das durchaus auch in anderen Ortsteilen Schule machen könnte, hat Christian Schütte einen Graffiti-Einsteigerworkshop bezeichnet, in dessen Rahmen das Buswartehäuschen Asternwinkel/Zu den Brücken in Meinsen-Warber neu gestaltet wird. Die Aktion besitze Vorbildcharakter, meinte der Fachgebietsleiter Familie und Soziales in der Stadtverwaltung.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 14:40 Uhr
aktualisiert am 14.04.2019 um 19:50 Uhr

Niclas Hattendorf (Zweiter von links) leitete den Workshop; rechts: Christian Schütte von der Stadtverwaltung. bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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„Ich bin begeistert vom Engagement der jungen Leute“, erklärte Ortsbürgermeister Dieter Wilharm-Lohmann. Die Vorgehensweise erinnere an die Arbeit von Profis.

Das Vorhaben hatte seinen Ursprung in zwei im Frühjahr 2018 unter der Regie von Stadtjugendpfleger Stefan Reinecke organisierten Jugend-Befragungen. Deren Ergebnisse waren im Sommer des zurückliegenden Jahres im Ortsrat vorgestellt und Geld für die Realisierung von zwei Planungen in Aussicht gestellt worden. Bei der ersten Maßnahme ging es um die Beleuchtung der örtlichen Multifunktionsanlage. Hier standen im November 2018 der stellvertretende Ortsbürgermeister Andreas Paul Schöniger, der auch die Befragung initiiert hatte, und Matthias Leunig dem Tiefbauamt der Stadt mit vorbereitenden Erdarbeiten unterstützend zur Seite.

Für die Umsetzung der zweiten Maßnahme engagierte die Stadtjugendpflege Niclas Hattendorf. Der Inhaber von „Art Paint Spray“ (Lindhorst) stellte während des zweitägigen Workshops der Praxis einen theoretischen Teil voran, in dem die sieben teilnehmenden Jugendlichen in lockeren Gesprächen Wissenswertes über Geschichte und Hintergründe von Graffiti erfuhren.

„Ohne Hintergrundwissen kann Graffitisprühen schnell als Straftat interpretiert werden“, erklärte der Fachmann. Nicht jedem sei bewusst, welche durchaus drastischen Konsequenzen illegales Sprühen nach sich ziehen könne. Daher gehöre auch das Lenken der Kreativität der Jugendlichen in legale Bahnen zu den Zielen des Seminars. Zudem spiele ständiges Miteinanderkommunizieren eine wichtige Rolle.

Im Anschluss an die Theorie wurden in der Entwurfsphase Motive für die Gestaltung der Flächen gemeinsam erarbeitet und unter Anleitung des Experten auf Papier gezeichnet. Nebenbei hörten die Teilnehmer von der Möglichkeit, freie Wände in der Bückeburger Jugendfreizeitstätte selbst zu gestalten.

Im Verlauf des am Sonnabend auf dem Programm stehenden Sprühens gab Hattendorf fachkundige Hilfestellung und vermittelte Tipps und Tricks, mit denen selbst von Laien gute Ergebnisse erzielt werden können. Zum Bedauern der Graffiti-Novizen machte ihnen gewissermaßen auf der Schlussgeraden das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der arg widrigen Witterung mit Schnee- und Hagelschauern wurde das Projekt gegen 14 Uhr unterbrochen. Es soll am Sonnabend, 27. April, fortgesetzt werden.




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