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15 Heranwachsende bei Gründungstreffen in der Freizeitstätte / „Veranstaltungen für 17- bis 18-Jährige gibt’s kaum noch“

„Grüne Jugend“ Bückeburg straft Vorurteile Hohn

Bückeburg (mig). Über die „Generation 2.0“ existieren eine Menge Vorurteile: sie sei lethargisch, apolitisch und würde sich mehr für Internet-Communities als für das Gemeinwesen interessieren. Ganz anders präsentierten sich die 15 Heranwachsenden, die in der Jugendfreizeitstätte dieser Tage an der Gründung einer „Grünen Jugend Bückeburg“ teilnahmen. Sie monierten dabei verkrustete Strukturen und Defizite in der Jugendarbeit.

veröffentlicht am 21.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 22:21 Uhr

Ein derart großes Interesse hatte auch Jan Wienken, Landes-Vorstand der „Grünen Jugend“, ganz augenscheinlich nicht erwartet. „Schön, dass so viele gekommen sind, das ist keine Selbstverständlichkeit“, freute sich der Göttinger Politik-Student. Eine Fragerunde offenbarte dann die Motive für die Teilnahme. Vom „Einsatz für den Erhalt der Erde“ bis hin zu einem „grundsätzlichen politischen Interesse“ reichten die Antworten, weitere Stichworte waren „Anti-AKW“, „Menschenrechte“, „Umwelt“, „Antifaschismus“, „Bildung“ und „Energie“.

So richtig in Fahrt kamen einige Besucher aber bei einem anderen Thema: der Jugendarbeit. „In der Jugendfreizeitstätte wird vor allem etwas für Kinder gemacht, Veranstaltungen für 17- bis 18-Jährige gibt es kaum noch“, meinte einer, ein anderer erinnerte sich an „regelmäßige Konzerte noch vor einigen Jahren“. „Da wurde noch viel mehr für unsere Altersgruppe getan.“ Kaum Möglichkeiten gebe es in Bückeburg auch in Sachen politische Bildung. „Politische Arbeit wird nicht gern gesehen.“

Wie das Engagement in Zukunft aussehen könnte, darüber informierte dann Landesschatzmeister Wienken. Die „Grüne Jugend“ ist von der Partei selbst unabhängig, dazu kommt eine eher offene Struktur. Damit die Bückeburger Gruppe sich nach dem Treffen nicht einfach wieder verläuft, wurden Adressen ausgetauscht; eingeladen wurden die Jugendlichen zudem zu einer Menschenkette im April dieses Jahres.




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