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Bad Nenndorfer Antragsverfahren für die Anerkennung als Heilbad ist abgeschlossen / Stadt muss viele Gutachten einreichen

Gutachten soll der Stadt das Prädikat „Mineralheilbad“ sichern

Bad Nenndorf (r). Das von der Service-Agentur beim Heilbäderverband Niedersachsen erstellte Gutachten zur Prädikatisierung Bad Nenndorfs als „Mineralheilbad“ und „Moorheilbad“ zur Vorlage eines Antrages auf staatliche Anerkennung beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr liegt inzwischen vor. Das teilte Stadtdirektor Bernd Reese mit.

veröffentlicht am 05.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 06:41 Uhr

„Der zur Prüfung und Überprüfung der Anerkennungsvoraussetzungen gemäß der Kurortverordnung bei der Service-Agentur eingerichtete Ständige Ausschuss hat Bad Nenndorf Anfang Februar in Begleitung örtlicher Vertreter von Stadt, KurT und Staatsbad besichtigt und in seiner Sitzung am 24. Februar 2010 ein positives Votum unter der Voraussetzung abgegeben, dass die therapeutische Nutzung des ortsgebundenen Moors und das Vorhalten entsprechender Einrichtungen nachgewiesen werden. Der Nachweis wurde bei einer Besichtigung im Oktober 2010 erbracht. Das auf dieser Grundlage erstellte Gutachten wurde beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zur endgültigen Antragstellung eingereicht.

Nach der 2005 in Kraft getretenen Kurortverordnung bestehen die bisherigen staatlichen Anerkennungen nur noch bis zum 31. Dezember 2010 fort. Danach dürfen Artbezeichnungen nur noch geführt werden, wenn sich die prädikatisierten Orte erfolgreich einem erneuten Anerkennungsverfahren unterzogen haben.

Dazu waren laut Reese umfangreiche Unterlagen und Gutachten einzureichen. Voraussetzung für die staatliche Anerkennung ist nicht nur das Vorhandensein von natürlichen und wissenschaftlich begutachteten Heilmitteln wie Sole, Moor und Schwefel, sondern auch das Vorhalten einer dem Kurortcharakter dienenden Infrastruktur und Freizeitangebote in entsprechender Qualität. Weiterhin müssen leistungsfähige Einrichtungen zur Anwendung der Heilmittel oder Therapiekonzepte vor Ort sein und ein Angebot an artbezeichnungsspezifischen Gesundheitsdienstleistungen bestehen.




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