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Zum dritten Malöffnet das Mais-Labyrinth / Irrwege auf 10 000 Quadratmetern Gesamtfläche

Gute Ideen, andere Wege - dann stimmt die Kasse

Rehren (rnk). Viele Wege führen nach Rom, heißt es ja so schön. Und viele Wege werden auch von den Bauern gegangen, um ein Auskommen in der Landwirtschaft zu finden. Die einen setzen auf Wachstum und Kostenführerschaft in der herkömmlichen Produktion, um das, was alle anderen auch machen, besser und billiger hinzubekommen, andere gehen einem außerlandwirtschaftlichen Nebenerwerb nach, damit das Einkommen ausreicht, oder sie suchen ihr Heil in der Nische. Das kann die Bio-Landwirtschaft sein oder Ferien auf dem Bauernhof oder ein Maislabyrinth oder, oder, oder...

veröffentlicht am 17.07.2008 um 00:00 Uhr

Nischen gibt es genug, man muss sie nur sehen und für sich nutzen, und bei Karl-Ludwig Gellermann aus Altenhagen ist das auch so. Als Bauer liegt er durchaus im Trend: Mit guten Ideen andere Wege gehen, damit am Ende die Kasse stimmt - und man Bauer bleiben kann. Gestern hat Gellermann mit Frank Kirchner und seinen beiden Söhnen Hagen und Louis das Mais-Labyrinth im Rehrener Industriegebiet eröffnet. Zum dritten Mal bietet er für wenig Geld ein eher seltenes, aber dafür großes Vergnügen: sich zwischen den hohen Maispflanzen einen Weg zu suchen, vom Ein- zum Ausgang zu kommen. Es könnte das letzte Mal sein, dass sich Gellermann und Kirchner die Arbeit machen, im Frühling einen Irrweg anzulegen. Während es im Premierenjahr noch recht gut lief und sich das Angebot gut rechnete, war es im letzten Jahr nicht mehr so doll: Nur noch die Hälfte hätte in der Kasse gelegen, erklärt Gellermann. Vielleicht lag es ja am verregneten Sommer, aber wenn sich der Eintritt nocheinmal halbiert, "dann ist Schluss", meint Gellermann. 1,50 Euro kostete der Eintritt ins Labyrinth für Erwachsene, Kinder sind mit einem Euro dabei. Und man sollte etwas Zeit mitbringen, denn das Maisfeld ist recht groß: 10 000 Quadratmeter - also ein Hektar oder 100 Ar - werden als Fläche für den natürlich-unnatürlichen Irrweg genutzt. Und sollte das Labyrinth, dasübrigens direkt neben McDonald's liegt, im nächsten Jahr nicht wieder öffnen, weil es sich nicht mehr rentiert, dann wird Gellermann das verschmerzen. In Altenhagen hat er auf seinem Acker wieder Blumen und Gemüse zum Selberschneiden angebaut: Spitz- und Butterkohl sind echte Renner, die Zucchini sowieso: "Vier Stück ein Euro", sagt Gellermann.




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