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Nach 800 Heimspielen und 4000 Trainingsabenden: Tschüs, Roswitha Hößler!

Gute Seele geht in Ruhestand

Bückeburg (bus). Beim VfL Bückeburg ist ein Ausstand begangen worden, den viele Vereinsmitglieder, Freunde und Wegbegleiter mit allerhand Wehmut zur Kenntnis genommen haben. „Der Ausstand ist eng verknüpft mit der Geschichte des VfL und des Jahnstadions in den zurückliegenden 32 Jahren“, gab Fußballabteilungsleiter Uwe Völkening zu verstehen, als er die Aktivitäten von Roswitha Hößler Revue passieren ließ. Die bisherige Betreiberin des Sportheims geht mit 66 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

veröffentlicht am 20.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Hößler und deren Ehemann Hans (Spielobmann der 1. Herrenmannschaft) stellten die guten Seelen des Vereins dar und seien fester Bestandteil der VfL-Gemeinschaft, betonte Völkening. Völlig zu Recht habe Roswitha Hößler den Fair-Play-Pokal des Vereins erhalten. Der Abteilungsleiter rief von der Wirtin begleitete Großereignisse wie Gastspiele der Fußballteams aus Wolfsburg, Hannover und Osnabrück sowie der deutschen Hockey-Nationalmannschaft ins Gedächtnis.

Es sei aber auch an viele täglich und wöchentlich wiederkehrende Begebenheiten zu erinnern, bei denen sich die heute 66-Jährige wunderbar um die Versorgung von Gästen, Zuschauern und Spielern gekümmert habe. „Rund 800 Heimspiele der ersten und zweiten Herren, etwa 4000 Trainingsabende und unzählige Juniorenspiele“, verdeutlichte der Ausstandsredner. Gleich ob Schlüssel, Kabinen, Mannschaftsessen oder Schiedsrichterversorgung - stets sei sie kompetente und hilfsbereite Ansprechpartnerin gewesen.

Roswitha Hößler hatte ihre Tätigkeit 1980 mit der Einweihung des neuen Vereinsheims begonnen. Im Anschluss an eine mehrjährige Unterbrechung nahm sie das Engagement 1992 wieder auf. „Nun sind es 20 Jahre am Stück“, stellte Völkening anerkennend fest. In dieser Zeit seien, wie im Sport nun mal üblich, außer Siegen und Aufstiegen auch Niederlagen, Abstiege und manch triste Abende zu verzeichnen gewesen. „Aber Ihr habt nie aufgegeben und immer gekämpft.“ Passend zu ihren Kämpfernaturen spendierten die Fußballspieler dem 48 Jahre miteinander verheirateten Ehepaar eine Wochenendreise nach Hamburg samt Eintrittskarten für das Boxermusical „Rocky“.

Roswitha Hößler, die ihren Abschied „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ nahm, freut sich darüber, jetzt mehr Zeit für Enkeltochter Lea zu haben. Bislang habe sich das Familienleben ja überwiegend im VfL-Vereinsheim abgespielt.

Selbstredend stehe sie dem Verein „für den Fall der Fälle“ aber auch weiterhin zur Verfügung, fügte sie hinzu.

Ein wenig zusätzliche Wehmut bescherte dem Ehepaar am Ausstandsabend der FC Schalke 04. Beide sind nicht nur VfL- sondern auch eingefleischte Schalke-Anhänger. Und dass die Gelsenkirchener in der Bundesliga parallel zur Abschiedsfeier eine 1:3-Heimschlappe gegen den FC Freiburg kassierten, mochte nicht so recht in die ansonsten prächtige Stimmungslage passen. Dass die Schalker darüber hinaus tags drauf die Trennung von Huub Stevens bekannt gaben, kann auch als Zeichen des Neuanfangs betrachtet werden.




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