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Rot-weiße Figuren Am Kurpark 1 unbeliebt

Hängepartie für einen Weihnachtsmann

Bad Nenndorf (gus). „Gnadenbringende Weihnachtszeit“? Davon kann Krystyna Artmann derzeit überhaupt kein Lied singen. Ihr Adventsschmuck – ein Weihnachtsmann an einem Seil – ist nämlich bei Nachbarn in Ungnade gefallen. Ein wenig charmanter Aufruf, den „Santa Claus“ zu entfernen, hat der Frau gehörig die Besinnlichkeit verhagelt.

veröffentlicht am 04.12.2012 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:22 Uhr

Im Treppenhaus der Wohnanlage Am Kurpark 1 hat Artmann die Weihnachtsfigur platziert. Dort baumelt sie nun in luftiger Höhe im zweiten Stock. Das Urteil von Bekannten, die schräg gegenüber wohnen, war rundweg positiv: endlich mal lustiger Adventsschmuck. Dies muss jemand anderes in dem Haus gänzlich anders empfunden haben. Zwei Tage, nachdem Artmann den Mann mit dem Rauschebart ins Treppenhaus gehängt hatte, klebte ein Zettel daran. Handschriftlich hatte der Weihnachtsmann-Gegner darauf notiert: „Diese Figur gehört nicht ins Gemeinschaftstreppenhaus, sondern in die private Wohnung.“

Der unweihnachtliche Affront hat Artmann auf die Palme gebracht. Schließlich gelte in der Vorweihnachtszeit eine gewisse Freiheit, was Zierwerk angehe. Außerdem gebe es andere Arrangements mit Tannengrün und Adventsfiguren im öffentlichen Bereich der Wohnanlage. Möglicherweise trifft der rot-weiße Geschenkebringer generell auf wenig Gegenliebe bei einem oder mehreren Bewohnern des Hauses, schließlich hatten auch Artmanns Nachbarn ihrerseits bereits ein Adventsärgernis zu beklagen: Ihr Weihnachtsmann wurde gestohlen.

Wer etwas gegen den peppigen Adventsschmuck hat, ist Artmann ein Rätsel. Von der Hausverwaltung mit Sitz in Springe kommt die Order, die Figur aus dem Treppenhaus zu entfernen, jedenfalls nicht. Eine Sprecherin sagte, dass so etwas grundsätzlich erlaubt sei, solange kein Fluchtweg versperrt und die Treppenhausreinigung nicht behindert wird. Allerdings verwies die Sprecherin auch darauf, dass Geschmäcker unterschiedlich sind. Der Haus-Beirat sollte sich mit dem Thema befassen.

Artmann findet die „Affäre Weihnachtsmann“ einfach nur ärgerlich. Wenn jemand etwas gegen die Figur habe, solle dieser ihr das gefälligst offen sagen. Denn das Motto heiße eigentlich: „Lasst uns froh und munter sein.“




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