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Härtetest für die „Wasserwehr“

Ehrenamtliche Helfer kämpfen ab 5 Uhr mit den Fluten

veröffentlicht am 27.05.2013 um 19:40 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:42 Uhr

Rodenberg. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Rodenberg sind am Montag wieder einmal zu „Wasserwehren“ umfunktioniert worden. Etliche Keller waren in der Deisterstadt vollgelaufen, außerdem mussten die ehrenamtlichen Helfer Wälle überwachen, Sandsäcke ausliefern und andere Rettungstaten leisten.

Rodenbergs stellvertretender Ortsbrandmeister Thomas Böhm berichtete unter anderem von einer kleinen Schafherde im Bereich Sudewiese, die wegen des steigenden Wasserpegels in Sicherheit gebracht werden musste. Die Sandsäcke wurden auf dem Betriebshof in Pohle gefüllt und schließend verteilt, wo Bedarf herrschte. Auch die Grundschule forderte 30 dieser Behältnisse an.

Ein Großteil war zur Sicherung des Regenbeckens bei Groß Hegesdorf bestimmt. Dessen Damm drohte zu brechen. Gegen 13 Uhr war für Ortsbrandmeister Werner Bremer noch nicht klar, wie zu verfahren sein würde. Auf Geheiß des Bauhofs wurde der bereits durchlässige Wall dann mit 150 Sandsäcken abgestützt, das Auslaufen des Beckens war abgewendet.

Ebenfalls zur Mittagszeit war sich Böhm noch unsicher, wie sich die Gesamtlage entwickeln würde. In der Nacht hatten ab 5 Uhr sämtliche Hochwasserschutzmaßnahmen gegriffen. Doch der Pegel der Aue stieg weiter. 30 Zentimeter blieben zeitweise, bis zu dem Punkt, an dem die Aue überlaufen würde, und von den Hängen strömte ohnehin weiteres Wasser in die Aue. Bräche der Damm in Groß Hegesdorf, würde es brenzlig, so Böhm.

Nachdem das Regenbecken gesichert worden war, gab Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening Entwarnung. Das Schlimmste war überstanden. 16 Einsatzstellen – vor allem vollgelaufene Keller im Bereich Grover Straße und Masch – hatte die Feuerwehr bereits bis Mittag angesteuert. Weitere auszupumpende Häuser kamen am frühen Abend hinzu, als Menschen von der Arbeit nach Hause kamen und die Malheurs entdeckten.

Rund um Rodenberg hatte sich die Landschaft stark gewandelt – etliche Flächen waren zu Seen geworden, der Radweg in Richtung Kraterzoo war dicht. Und der anhaltende Regen dürfte das Ablaufen der Wassermassen verzögern.gus




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