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Ortsteilbericht aus Evesen: Mit Abstand größtes Bauvorhaben Bückeburgs seit Mitte der 1990er Jahre

Hafenareal für 5,2 Millionen Euro hergerichtet

Evesen. Die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, um gemeinsam mit den Bürgermeistern respektive Vorstehern der Bückeburger Ortsteile Rückschau auf 2014 zu halten und einen Ausblick auf die bevorstehenden zwölf Monate zu versuchen. In Evesen steht für Ortsbürgermeister Horst Schwarze außer Frage, dass der Hafen Berenbusch das mit Abstand bedeutendste Projekt des zurückliegenden Jahres darstellt. „Das war ohne Frage eine ganz große Sache“, unterstreicht der 71-Jährige.

veröffentlicht am 14.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:22 Uhr

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Die Herrichtung des früher als Heeresverpflegungslager genutzten Areals stellt das mit Abstand größte Bauvorhaben Bückeburgs seit Mitte der 1990er Jahre dar. Alles in allem wurden rund 5,3 Millionen Euro investiert. Augenfälligste Veränderung war zunächst der Abriss von drei mächtigen Speichergebäuden. Gewicht und Menge der während der Bauzeit bewegten Materialien lesen sich durchaus beeindruckend: 25 000 Tonnen Beton, 10 000 Tonnen Ziegel, 3000 Tonnen Asphalt, 1500 Tonnen Metallschrott, 400 Tonnen Holz und 20 000 Kubikmeter Bodenaushub.

Direkt am Mittellandkanal fallen speziell die rund 9000 Quadratmeter große, asphaltierte Umschlagsfläche und die um 100 Meter auf nun 450 Meter verlängerte Kaikante ins Auge. Mit der Verlängerung geht die Möglichkeit einher, dass hier zukünftig drei statt bisher zwei Güterschiffe gleichzeitig festmachen können. Zudem sind die Baggerschaufeln auch unter der Wasseroberfläche im Einsatz gewesen und haben den Tiefgang auf jetzt vier Meter vergrößert. „Dadurch ist der Hafen auch für Binnenschiffe bis zu 1500 Tonnen erreichbar“, erläutert der Ortsbürgermeister.

Verglichen mit dem Mammut-Projekt kommen Schwarzes weitere auf der Habenseite verbuchte Vorhaben naturgemäß ein wenig bescheidener daher. „Aber auch die Realisierung vermeintlich kleiner Maßnahmen ist wichtig und trägt durchaus zum allgemeinen Wohlbefinden bei“, unterstreicht der Berichterstatter. Als da wären:

Evesens Ortsbürgermeister Horst Schwarze.

die Anpassung der Kinderspielplätze Feuerwehrhaus Evesen und Storchennest Petzen an zeitgemäße Ausstattungen,

die Instandsetzung der Bürgersteige an der Röcker Straße und

die Sanierung der Straße „Am Sportfeld“.

Mit Blick auf die Röcker Bürgersteige macht der Ortsbürgermeister auf die durch die Veränderung der Einfahrtssituationen erzielte Erhöhung der Verkehrssicherheit für Besucher der Einrichtungen Kindergarten, Seniorentreff und Feuerwehr aufmerksam. Die Lage an der zur Grundschule führenden Straße „Am Sportfeld“ sei, besonders im Zusammenhang mit dem von den Schulkindern genutzten Radweg, in der Bevölkerung und im Ortsrat lange Zeit Gegenstand ausführlicher Diskussionen gewesen.

Überdies findet in Schwarzes Bilanz die Wiedereröffnung des „Eveser Kruges“ positive Erwähnung. Der seit Mai 2014 unter der Bezeichnung „Eveser Schnitzelhaus“ firmierende Treffpunkt trage wesentlich zur Stärkung der Dorfgemeinschaft bei, erklärt der Ortsbürgermeister. „Es tut unseren Bürgern gut, dass dort alle interessierten Gruppen und Vereinigungen zusammenkommen können.“ Ebenfalls erfreulich: „Unser abwechslungsreiches Vereinsleben, unsere Feste sowie nicht zuletzt unsere Feuerwehren und deren Kooperation im Kinder- und Jugendbereich.“

Für das laufende Jahr fasst Schwarze vor allen Dingen den Ausbau der Straßen „Am Meierhof“ und „Am Sonnenhang“ ins Auge. Ferner soll der Zaun am ehemaligen Grundschulgebäude erneuert und eine Informationstafel am alten Bahnhof aufgestellt werden. Darüber hinaus verbleibt die der Naherholung dienende Verbindung vom Koppelweg Richtung Meinsen auf der Eveser Tagesordnung. Und selbstredend auch der Berenbuscher Hafen. „Eventuell wird schon Ende 2015 mit den Planungen für den zweiten Bauabschnitt begonnen“, legt der Ortsbürgermeister dar. Im kommenden Ausbauverlauf sei mit dem Abriss von zwei weiteren Speichergebäuden zu rechnen. Zudem könnte Schwarze sich eine Entwicklung des Gevattersee-Geländes unter Naherholungsgesichtspunkten vorstellen. „Darauf haben wir als Lokalpolitiker allerdings keinen großen Einfluss.“




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