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Harrl-Grundschule gewinnt niedersachsenweit ausgeschriebenen Wettbewerb

Halloween und der Schrei nach Blut

Bückeburg. Die Grundschule Am Harrl hat einen Neuzugang bekommen. Seit einigen Tagen gesellt sich ein putziger blauer Plüsch-Hörwurm zu den Mädchen und Jungen. Hintergrund des Zuwachses ist ein niedersachsenweit ausgeschriebener Wettbewerb, in dem Grundschulkinder ihr Talent als Hörspielgestalter unter Beweis stellen können. „Und eben diesen haben wir gewonnen“, erklärt Schulleiterin Antje Kronenberg nicht ohne Stolz.

veröffentlicht am 26.02.2016 um 13:46 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Für den bemerkenswerten Erfolg zeichneten Fabienne Niemann, Katharina Starke, Viktoria Roper, Leana Ramaj, Justus Kölle, Luisa Sasse, Stefanie Wegner und Leandra Sokoli verantwortlich. Sie gehören der vor rund drei Jahren im Rahmen der verlässlichen Ganztagsschule gegründeten Hörspiel-Arbeitsgemeinschaft an. Die von Gudrun Brosig-Wanzek geleitete und vom Bundesfreiwilligendienstler Fynn Marzinowski mitbetreute AG besuchen Schüler der 2. bis 4. Klassen.

Das Harrl-Team hatte bei der von der Medienberatung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Medienzentren und dem niedersächsischen Bürgerfunk organisierten Konkurrenz bereits im Vorjahr aufhorchen lassen, als sein Beitrag mit einem zweiten Platz belohnt worden war.

In diesem Jahr folgte mit „Halloween ... und der Schrei nach Blut“ eine Fortsetzung, die die Jury noch mehr begeisterte als der Erstling. „Wirklich zum Gruseln“, „toll produziert“, „da habe ich gerne zugehört“, ließen Jurymitglieder wissen. „Ein bisschen Gruseln ist in dem Alter wirklich angesagt“, erläuterten Brosig-Wanzek und Kronenberg im Anschluss an die in Hannover beim Sender „Radio Leinehertz“ organisierte Preisverleihung.

Das Interesse der AG-Mitglieder sei von Anfang an recht groß gewesen. Diese trafen sich an jeweils zwei Nachmittagen pro Woche, schrieben gemeinsam Texte, verteilten Sprecherrollen und machten Probeaufnahmen. Geräusche wurden passend zu den Szenen ausgesucht und teilweise selbst aufgenommen. Die entsprechend geheimnisvolle Musik gab’s im Internet auf GEMA-freien Seiten. „Hinter der Spiellänge von fast acht Minuten verbergen sich viel Engagement und Konzentration und eine Menge Arbeit, aber auch viel Spaß“, führten die Hörspielexperten aus.

Gegenwärtig wird an der Harrl-Grundschule an der Erstellung des dritten Streichs der Halloween-Saga gebastelt. Dabei kommt den jungen Fachleuten der in der Landeshauptstadt entgegengenommene Preis sehr gelegen. „Wir verfügen jetzt zusätzlich zum Plüsch-Hörwurm über hervorragendes digitales Equipment, das bei den Aufnahmen sehr hilfreich ist“, gab Kronenberg zu verstehen.

Hörspiele und Hörbücher sind Angaben der Organisatoren zufolge derzeit bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Das Gestalten mit gesprochenen Texten sei ebenso wie das aktive Hören für die Sprachentwicklung der jungen Leute wertvoll. Die Produktion eines Hörspiels stelle für die Förderung in diesem Bereich eine ideale Methode dar. Der Wettstreit „Der Hörwurm“ wolle Anreize bieten, sich aktiv mit dem Themenbereich zu beschäftigen.

Die Arbeitsgemeinschaft kann übrigens nicht nur Hörspiel, sondern auch Film - wovon die beiden Streifen „Der Fall Rotkäppchen“ und „Der verlorene Zwerg“ beredte Zeugnisse ablegen.




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