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Reiner Brombach mit 45 von 46 möglichen Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten der SPD gekürt

„Halte es für meine Pflicht weiterzuarbeiten“

Bückeburg (bus). Reiner Brombach ist jetzt auch offiziell Kandidat für den in diesem Jahr neu zu besetzenden Posten des Bürgermeisters der Stadt Bückeburg. Nachdem das amtierende Stadtoberhaupt am 2. Februar gegenüber unserer Zeitung seine Bereitschaft signalisiert hatte, für eine zweite hauptamtliche Amtszeit zur Verfügung zu stehen, stellten sich am Mittwochabend die stimmberechtigten Teilnehmer einer Mitgliederversammlung des SPD-Stadtverbandes mit überwältigender Mehrheit hinter den 62-Jährigen. Lediglich einer der 46 Wahlberechtigten mochte mit der Empfehlung des Stadtverbandsvorstandes pro Brombach nicht konform gehen.

veröffentlicht am 08.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

„Es würde mir Spaß machen, Euer Kandidat zu werden“, hatte der amtierende Bürgermeister zuvor den Genossen zu verstehen gegeben. „Und noch mehr Spaß, die Wahl zu gewinnen.“ Brombach erinnerte in seiner Bewerbungsrede an die lokalpolitischen Zustände zurückliegender Zeiten. „Bevor ich Bürgermeister wurde, hat es zum Teil üble Verhältnisse gegeben.“ Die Parteien untereinander hätten sehr schlecht zusammengewirkt. Was heute glücklicherweise anders sei. „Das Klima ist jetzt auch für den politischen Gegner attraktiv“, sagte der Bewerber und erwähnte in diesem Zusammenhang die seit mehreren Jahren gemeinsam verabschiedeten Haushalte.

„Es waren acht sehr erfolgreiche Jahre“, bilanzierte der Amtsinhaber. Acht Jahre lang habe es ein sehr gutes Miteinander im Rat und ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu den Bürgern gegeben. Mit Blick auf die generelle Verlängerung der Arbeitslebenszeit merkte Brombach an: „Ich halte es durchaus für meine Pflicht weiterzuarbeiten.“ Auch aus diesem Grund habe er sich zum Weitermachen entschlossen. „Auch falls ich weder Kandidat noch Bürgermeister werden sollte, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen. Mein Entschluss steht fest, dass ich in den nächsten Jahren weiterhin arbeiten möchte.“ Was in Bezug auf das Bürgermeisteramt für die volle Wahlperiode Gültigkeit besitze.

Brombach erklärte, dass in Bückeburg – trotz der „durchaus guten Rolle“, welche die Stadt im kommunalen Bereich spiele – noch viele Aufgaben zu erfüllen seien. Vor allen Dingen müsse der Haushalt im Auge behalten werden. „Es würde mein Bemühen sein, die solide finanzielle Situation, wie wir sie in Bückeburg derzeit haben, weiter zu behalten.“

Darüber hinaus gelte es, „vom Kleinkind bis zum Senior alle Interessen zu bedienen“. Zudem seien – „momentan gibt es nicht nur positive Entwicklungen“ – im Bereich der extremistischen Tendenzen Veränderungen herbeizuführen. Brombach: „Wir sollten mit allen gesellschaftlichen Kräften, mit allen, die in dieser Gesellschaft leben, gegen diese Tendenzen vorgehen. Wir sollten Flagge zeigen und nicht wegschauen.“

Der Vorstand gab unter dem Tagesordnungspunkt „150 Jahre SPD“ bekannt, dass Anfang Mai dieses Jahres eine Omnibus-Besichtigungsfahrt unter der Leitung des früheren Landrats Heinz-Gerhard Schöttelndreier geplant ist. Vom 25. bis 31. Mai soll aus Anlass des Jubiläums im Hubschraubermuseum eine Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung gezeigt werden. Für den 31. Mai ist eine große, landkreisweite Abschlussveranstaltung in der Obernkirchener Lieth-Halle vorgesehen, in deren Verlauf Franz Müntefering die Festrede halten soll.

Der Stadtverbandsvorsitzende Jens Meier hielt in einem Rückblick auf die Landtagswahl im Januar fest: „Wir können mit dem Bückeburger Ergebnis durchaus zufrieden sein.“ Auch wenn bei den Erststimmen „ein kleiner Betriebsunfall“ zu verzeichnen gewesen sei. Er sei sicher, dass der für die SPD gewählte Landtagsabgeordnete Karsten Becker zukünftig in Schaumburg präsent und im Wahlkreis aktiv sein werde. SPD-Chef Meier: „In Bückeburg geht an der SPD kein Weg vorbei.“




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