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„Test der Woche“: Navigation mit Mobiltelefon vor allem für Gelegenheitsnutzer interessant

Handy gegen Navi – ein unentschiedenes Rennen

Landkreis (td). Viele Smartphones lassen sich heute ohne Aufpreis als Routenführer nutzen. Neben zehn reinen Navigationsgeräten hat die Stiftung Warentest exemplarisch vier Smartphones mit Navigationssoftware geprüft – für jedes der wichtigsten Handybetriebssysteme eines. Das Ergebnis: Einige Smartphones navigieren nicht schlechter als viele Navis. Völlig ausgedient haben diese aber dennoch nicht.

veröffentlicht am 29.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:49 Uhr

Bei der Handynavigation gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Techniken: die Onboard- und die Offboardlösungen. Bei den geprüften Onboardlösungen von Garmin-Asus, Navigon und Nokia ist das Kartenmaterial auf dem Handy gespeichert, und die Routenberechnung geschieht auf dem Gerät. Bei der Offboardlösung von Google leitet das Handy die Routenanfrage über eine Datenverbindung an die Rechner von Google weiter, wo auch das Kartenmaterial liegt. Vorteil: Das Navi nutzt immer das neueste Kartenmaterial. Nachteil: Es entsteht kostenpflichtiger Datenverkehr. Im Ausland ist Google Maps Navigation wegen der hohen Kosten für die Datenübertragung kaum sinnvoll nutzbar.

Insgesamt schlagen sich die Handylösungen im Vergleich zu den reinen Navis nicht schlecht. Das Garmin-Asus Nüvifone M10 (249 Euro), Google Maps Navigation auf dem HTC Desire (480 Euro) und Ovi Maps auf dem Nokia X6 (345 Euro) schaffen eine gute Routenführung. Und auch bei Navigon Select Telekom Edition auf dem Apple iPhone 4 (1180 Euro) klappt sie bestens, solange der Fahrer nicht von der berechneten Route abweicht. Zumindest für Gelegenheitsnutzer sind die Smartphones damit eine brauchbare Alternative zum klassischen Navi.

Vielfahrer werden dagegen deren insgesamt immer noch bessere Handhabung, bessere Anzeigen und verständlichere Ansagen zu schätzen wissen. Im Test lagen Falk Vision 700 (300 Euro), Garmin Nüvi 3790T (320 Euro) und Medion Gopal X4545 (292 Euro) mit gleicher Gesamtnote vorn.

Viele Navis aus der Oberklasse bieten sogenannte Livedienste: Sie sind mit Mobilfunktechnik ausgerüstet, über die sie aktuelle Informationen über Wetter, Parkplätze, Benzinpreise, vor allem aber zur Verkehrslage empfangen können. So sollen sie Staus besser umfahren und schneller ans Ziel führen. In einem Praxistest haben die Tester die Livedienste von Garmin, Medion, Navigon und Tomtom verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Tomtom bietet die besten Verkehrsinformationen. Auch abseits von Autobahnen und Bundesstraßen warnte Tomtom recht zuverlässig vor Staus. Damit konnte das Tomtom-Gerät Fahrtzeiten präziser voraussagen und war insgesamt auch etwas schneller unterwegs. Allerdings lohnt es sich besonders bei kürzeren Staus nicht immer, den Umleitungsempfehlungen zu folgen.




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