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Ausverkaufte Wandelhalle beim Jubiläumskonzert für den verdienten Dirigenten / Farr: „Kontrapunkt zu Anonymität“

Hansjürgen Lemme hat noch nicht genug

Bad Nenndorf. Als Hansjürgen Lemme vor 50 Jahren die Leitung des Gemischten Chores Waltringhausen übernahm, war das erste Stück, das er von seinen Sängern zu hören bekam, „Bald prangt, den Morgen zu verkünden“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Passend dazu begann auch das Jubiläumskonzert für den verdienten Dirigenten mit diesem Stück aus der „Zauberflöte“.

veröffentlicht am 27.10.2014 um 19:17 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:42 Uhr

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In der ausverkauften Bad Nenndorfer Wandelhalle musizierte der Waltringhäuser Chor zunächst allein, später dann gemeinsam mit dem Eisenbahnchor Haste. Zusammen mit dem Kur-Ensemble Bad Nenndorf sang der Waltringhäuser Chor dann unter anderem die Fantasie „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing und Teile des „Ungarischen Tanzes“ von Johannes Brahms.

Unter den Gästen in der Wandelhalle waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Kultur und Verbänden, die Lemmes Wirken für die Chormusik einhellig lobten. Landrat Jörg Farr stellte heraus, was Lemme angetrieben habe, solange Dienst für den Chor zu leisten: „Es ist nicht nur die Freude an der Musik. Es ist auch Freude an den Menschen.“ Farr betonte, die Chöre prägten das kulturelle Leben in Schaumburg. „Sie sind ein Kontrapunkt zu wachsender gesellschaftlicher Anonymität“, so Farr.

Die Bad Nenndorfer Bürgermeisterin Gudrun Olk erinnerte in ihrer Ansprache an die Anfangszeit Lemmes als Dirigent. Die Übungsabende seien von diesem wesentlich strenger geleitet worden, berichtete Olk. „Die Zeiten, in denen bei den Herren der Hut rumging, um für eine Flasche Korn zu sammeln, waren vorbei“, verriet die Bürgermeisterin. Das strenge Regiment Lemmes habe sich bezahlt gemacht, denn der Chor habe ein Niveau erreicht, das den Ansprüchen des Publikums in besonderer Weise genüge.

Als Anerkennung überreichte Olk Lemme den Ehrenteller der Stadt Bad Nenndorf. Dieter Jahnke, Hauptbeauftragter für Chöre im Bahnsozialwerk, war extra aus Köln angereist. Er bescheinigte Lemme einen „maßgeblichen Anteil an der gesanglichen Qualität“ des Gemischten Chores Waltringhausen und des Eisenbahnchores Haste. Der sichtlich gerührte Lemme dankte allen Gratulanten und räumte Gerüchte aus dem Weg, nach denen er als Dirigent aufhören wolle. „Wir sehen das anders“, betonte Lemme auch im Namen seiner Sänger.




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