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"Nebenprodukt" Wärme kann über 80 Haushaltungen versorgen / Staat fördert Umstellung

Hattendorfer sollen von Biogasanlage profitieren

Hattendorf (la). Seit gut sechs Monaten läuft die 500-Kilowatt-Biogasanlage der Landwirte Karl-Ludwig Oldendorf und Friedrich Biesterfeld ohne Probleme. Die von Anwohnern befürchtete Geruchsbelästigung ist ausgeblieben und auch der Lärm durch Anlieferfahrzeuge hält sich in Grenzen und "wird erst wieder in der Hochphase der Erntezeit ein wenig mehr zu spüren sein", wie Landwirt Oldendorf sagte.

veröffentlicht am 25.07.2008 um 00:00 Uhr

Die Erweiterung der Anlage wird angestrebt und hat mit der Teilaufhebung des Landschaftsschutzgebietes durch den Umweltausschuss des Landkreises Schaumburg bereits erstes grünes Licht bekommen. Allerdings wünschen sich die Politiker, dass die Betreiber die anfallende Wärme der Anlage besser nutzen. Dies soll jetzt auch geschehen, wie Karl-Ludwig Oldendorf in einem Gespräch mit Ortsvorsteher Helmut Meier versicherte. Bevor er sich aber über die kommerzielle Nutzung der Abwärme genauere Gedanken macht und investiert, will er erst interessierten Hattendorfer Bürgern die Wärme anbieten. "Sollte Interesse in der Bevölkerung bestehen, werden wir die realistischen Möglichkeiten und die Kosten klären", so Oldendorf, der sich gut vorstellen kann, dass über 80Wohneinheiten mit Wärme aus seiner Anlage versorgt werden könnten. Die Biogasanlage produziert rein rechnerisch bis zu 2,8 Millionen Kilowatt Wärme. "Wenn zehn Kilowatt einem Liter Heizöl entsprechen, ließen sich 280 000 Liter Öl einsparen", macht Helmut Meier die Rechnung auf. Der Ortsvorsteher ist sich sicher, dass das für einige Bürger eine interessante Energievariante sein könnte, zumal da für die Einrichtung und den Anschlussim eigenen Wohnhaus staatliche Fördermittel zu erwarten sind. Karl-Ludwig Oldendorf ist telefonisch unter (05752) 266 zu erreichen und Ortsvorsteher Helmut Meier unter (05752) 393. Beide wollen gern weitere Auskünfte geben. Bei regem Interesse der Bürger wollen die Betreiber der Biogasanlage in einer kurzfristigen Bürgerversammlung zu Einzelheiten Stellung nehmen und auch Fachleute zu Wort kommen lassen, die eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen können. "Wir sollten uns diese Chance an alternative Energie zu kommen nicht entgehen lassen", so Meier, der optimistisch ist, dass die Hattendorfer von der Biogasanlage profitieren wollen.




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