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77 Stimmen geben den Ausschlag zugunsten des Amtsinhabers

Hauchdünner Sieg für Reiner Brombach

Bückeburg. „Das wird ein Zitterabend“ hatte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jens Meier gegen 18.45 Uhr im Historischen Ratsaal orakelt, als die ersten sieben Wahlergebnisse der Bürgermeisterwahl auf die Leinwand projiziert wurden. Da lagen die beiden Bürgermeisterkandidaten Reiner Brombach (SPD) und Axel Wohlgemuth (CDU) gleichauf; beide bei rund 48 Prozent. Als dann Wahlleiter Reiner Wilharm um 19.30 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis verkündete, zeigte sich, wie spannend der Abend geworden war. Mit gerade einmal 77 Stimmen Vorsprung oder 50,34 (5560 Stimmen) zu 49,65 Prozent (5483 Stimmen) ging Reiner Brombach über die Ziellinie. Er bleibt damit Bürgermeister der Stadt Bückeburg. Einer der Ersten, der ihm gratulierte, war sein Herausforderer Axel Wohlgemuth.

veröffentlicht am 23.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:41 Uhr

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„Es freut mich, dass ich weiter arbeiten kann“, sagte Brombach, und bedankte sich bei seinen Wählern, Parteimitgliedern und Unterstützern. Es sei in allen Bereichen hoch konzentriert und motiviert gearbeitet worden. Er werde seine sachliche und kontinuierliche Arbeit fortsetzen und die Probleme der Stadt lösen. In guter Zusammenarbeit mit dem Rat der Stadt und dem Herausforderer Axel Wohlgemuth, dem er einen fairen und sachlichen Wahlkampf attestierte.

Den knappen Ausgang der Wahl führte Brombach darauf zurück, dass es kaum Unterschiede bei den Sachthemen gegeben habe. Wohlgemuth habe es geschafft, die Entscheidungen des Rates, die alle mitgetragen haben, letztendlich so darzustellen, dass dem Wähler egal gewesen sei, wen er gewählt hat: „Die Unterschiede hätten stärker betont werden müssen.“ Zudem habe die Werbekampagne Wohlgemuths den Eindruck vermittelt, ein ebenbürtiger Partner zu sein. Sicherlich habe auch der Bundestrend seinen Einfluss auf Bückeburg gehabt.

Dass es eng werden würde, hatte Wohlgemuth bereits im Vorfeld vermutet. „Dass jetzt 77 Stimmen den Unterschied ausmachen, ist schon ärgerlich.“ Insgesamt aber freue er sich über „sein wunderbares Ergebnis“ und bedankte sich bei seinen Wählern und seinen Helfern. Er habe einen guten Wahlkampf gemacht, sei gut präsent gewesen und habe sicherlich auch Rückenwind aus Berlin gespürt. „Leider hat das gegen den Amtsbonus nicht gereicht.“ Ob er in acht Jahren erneut antritt, ließ Wohlgemuth offen.

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Die Wahlbeteiligung lag gestern bei 70,61 Prozent, sicherlich auf die parallel stattfindende Bundestagswahl zurück zu führen. Bei der Wahl zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister 2008 hatte sie im ersten Wahlgang bei fünf Kandidaten bei 53,2 Prozent gelegen, im zweiten Wahlgang bei 41,6 Prozent. Brombach hatte seinerzeit 56,2 Prozent erzielt, Jürgen Harmening 43,8 Prozent.

Die Wahl ging reibungslos über die Bühne. Lediglich in einigen Straßen wie Bahnhofstraße und Unterwallweg waren Wahlbenachrichtigungen durch einen Fehler der Post nicht zugestellt werden. Wähler konnten gegen Vorlage des Personalausweises wählen.

Punkt 11 Uhr warf Bürgermeisterkandidat Axel Wohlgemuth seinen Stimmzettel in die Wahlurne im Feuerwehrgerätehaus Cammer.bus




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