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Ab April soll es plattdeutsche Abende geben / Friedrich Winkelhake berichtetüber Spurensuche im Heiligen Land

Heimatverein will eine Geschichtswerkstatt gründen

Luhden (sig). Kein Zweifel: Der Eilser Heimat- und Kulturverein hat sich seinen festen Platz in der Gemeinschaft der Vereine und Organisationen erobert, die zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Samtgemeinde beitragen. Besonders das "Literarische Kabinett" hat mit seiner ausgesprochen lebendigen und attraktiven Darstellungsform immer größere Zugkraft ausgeübt. Nach dem Lönsabend haben gleich zehn Gäste mehr oder minder demonstrativ ihren Vereinseintritt erklärt. Inzwischen ist auch Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann Mitglied geworden.

veröffentlicht am 08.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Das alles gibt dem ersten Vorsitzenden Friedrich Winkelhake genügend Optimismus, zusammen mit seinem Vorstand ein nicht minder attraktives Jahresprogramm für 2007 zu entwickeln. In seiner Rückblende hob Winkelhake noch einmal die Beteiligung des Vereins - zusammen mit der Geschichtswerkstatt der Bückeburger Herderschule - an der Gedenkstunde im SteinbergerSteinbruch hervor. Sie erbrachte Spendengeld, das Selbsthilfeorganisationen ehemaliger KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter erhalten. Auchüber die Gründung einer eigenen Geschichtswerkstatt denkt der Vorstand jetzt nach, zumal er bereits etliche Erfolge mit der Herausgabe heimathistorischer Publikationen erzielt hat. Ein lang gehegter Plan soll jetzt ebenfalls in Erfüllung gehen: Die Pflege der heimischen Mundarbeit scheint voranzukommen. Vorstandsmitglied Dieter Gutzeit kündigte an, dass wohl Ahnsen der zentrale Standort dafür sein wird. Dort gibt es am 18. April auf dem Hof Nerge einen weiteren "Plattdeutschen Abend". Im vierteljährlichen Abstand folgt dann ein solches Treffen auf dem Hof Zuschlag. Diesen zeitlichen Rhythmus möchten die Organisatoren beibehalten. Nach so vielen Erfolg versprechenden Ankündigungen realisierte Friedrich Winkelhake sein Versprechen, in einem Diavortrag über seine Wanderungen und Erlebnisse in Israel zu berichten. Er hat sich dabei unter anderem auf die Spurensuche nach den heiligen Stätten begeben. Anhand von beeindruckenden Bildern ungewöhnlicher Landschaften stellte Winkelhake Vermutungen darüber an, welchen Weg die schwangere Maria und Josef, aus Nazareth kommend, nach Bethlehem genommen haben könnten. Ob sie nun durch das Jordantal über Jericho und Jerusalem den Geburtsort von Jesus erreichten oder zunächst den Weg entlang der Mittelmeerküste nahmen und dann das Land durchquerten - in beiden Fällen haben sie eine lange und beschwerliche Strecke zurückgelegt. Den Weg, den einst die römischen Heerscharen an der Küste genommen hatten, habe man erst vor einem Jahr ausgegraben, berichtete der Israel-Freund. Ihn interessierte auch, wie Maria und Josef mit ihrem Neugeborenen dann gen Süden geflüchtet sind und schließlich im heutigen Ägypten Fuß fassten. "Wir erkunden bei unseren Besuchen jedes Jahr rund 200 Kilometer Wüste", ließ Friedrich Winkelhake seine Zuhörer wissen. Inzwischen hat er zahlreiche Freunde im Heiligen Land gewonnen, die vor allem in Galiläa wohnen. Mit der vom ihm früher geleiteten Eilser CVJM-Gruppe richtete er allein 36 Begegnungen aus. Seitdem lassen ihn die Landschaft, die Menschen und die Geschichte dieses Raumes nicht mehr los. Seine Freunde sind sowohl arabischer als auch jüdischer Abstammung.




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