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Bereits 35 Kubikmeter Boden in Altenhagen II ausgekoffert

Heizölschaden noch nicht gebannt

Altenhagen II (nah). Der durch ausgelaufenes Heizöl angerichtete Schaden auf einem Grundstück in Altenhagen II ist offenbar größer als bisher angenommen. Bis zum Donnerstagnachmittag hatte der beauftragte Bauunternehmer bereits 35 Kubikmeter Boden ausgekoffert. Inzwischen greifen die Baggerzähne auch in die angrenzende Wegeparzelle, weil sich dort die der Umwelt schadende Flüssigkeit weiter ausgebreitet hat. Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg sind ständig präsent und nehmen Proben.

veröffentlicht am 29.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:41 Uhr

Wie bereits berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Freitag. Ursprünglich hieß es, ein Kanister sei ausgekippt. Inzwischen aber wurde bekannt, dass die Flüssigkeit offenbar doch vom Tank eines Treckers stamme. Der Vorfall kam erst mit zwei Tagen Verspätung ans Licht, indem ein Spaziergänger Ölgeruch und –schlieren in einem Wasser führenden Graben entdeckte und die Feuerwehr alarmierte.

Deren sechsstündiger Einsatz, bei dem eine Ölsperre gesetzt wurde, endete am späten Sonntagabend zunächst ohne Ergebnis bei der Suche nach dem Grund für die Gewässerverschmutzung. Das ergab sich erst am Montag und damit rund 60 Stunden nach dem Vorfall.

Die Gemeinde Messenkamp, der das Grundstück gehört, es aber dem Nachbarn zur Benutzung überlassen hat, nimmt das Ereignis sehr ernst. „Wir müssen sicher sein, dass sich kein Öl mehr im Erdreich befindet“, kommentierte Gemeindedirektor Uwe Heilmann am gestrigen Freitag auf Anfrage, „sonst müssen wir eines Tages mit Altlasten leben“. Deshalb wird in der kommenden Woche ein Ölabscheider installiert, der nachlaufende Mengen aufnimmt.

Dem Vernehmen nach hat der Verursacher, der selbst engagiert am Schadensort anzutreffen ist, einen Sachverständigen bemüht und offenbar auch die Zusage seiner Versicherung zur Übernahme der entstehenden Kosten zur Schadensbeseitigung erhalten. Dennoch will Heilmann die Angelegenheit dem Rat vorlegen: Dieser werde entscheiden müssen, wie es mit dem fraglichen Grundstück weitergehen soll.

Dem Eigentümer bleibt indes das polizeiliche Ermittlungsverfahren nicht erspart. Kommt es zu einer Strafanzeige, wird sich die Staatsanwaltschaft mit der Sache beschäftigen. Wird der Vorfall nur als Ordnungswidrigkeit angesehen, ist die Untere Wasserbehörde des Landkreises weiter am Zuge. Dort allerdings wird unverändert Kritik geübt: „Wäre der Vorfall gleich gemeldet worden“, erklärte Dezernent Fritz Klebe auf Anfrage unserer Zeitung, „hätte das Öl nicht so weit ins Erdreich dringen können“.




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