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Mindener Hertie-Immobilie: „Wir müssen Fleisch drankriegen“ / Hagemeyer will Sportgeschäft

Hellmich unterschreibt Kaufvertrag

Minden. „Wir haben heute Morgen den Vertrag unterschrieben.“ Walter Hellmich, Unternehmer aus Dinslaken mit viel Erfahrung beim Bau von Einkaufszentren, Fußballstadien und anderen Großprojekten, will sich jetzt „persönlich darum kümmern, dass das Projekt in Fahrt kommt“.

veröffentlicht am 15.04.2014 um 19:53 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Das Projekt, das ist die Umgestaltung und Neunutzung der seit Langem leer stehenden Hertie-Immobilie am Wesertor. Mit der Unterschrift am Wochenbeginn sei das Objekt von den Insolvenzverwaltern Jauch und Partner gekauft. Walter Hellmich ist sehr zuversichtlich, dass sich in dem Haus bald etwas tun wird. „Jetzt müssen wir Gas geben und in den nächsten Wochen Fleisch drankriegen“, sagt der 70-Jährige.

Die Vertragsunterzeichnung ist mit Hellmichs Worten allerdings nur der „erste Stein“, denn mit den Erbbaurechtsgebern sei noch nicht alles in trockenen Tüchern. „Es scheint aber so, dass die alle interessiert daran sind, dass sich da was bewegt.“ Darum wolle er sich auch persönlich kümmern – und klar sei: „Wir müssen uns da dann eben festbeißen. Wenn ich ja sage, bleibe ich auch dran.“

Die Hellmich Unternehmensgruppe will das Projekt gemeinsam mit der Fokus Development AG aus Duisburg entwickeln. Deren Geschäftsführer Axel Funke kennt Minden bereits aus der Zeit, als dort die Rathausgalerie entstehen sollte.

Damals war er noch Geschäftsführer bei Multi Development (MD) und kümmerte sich unter anderem um das Mindener Projekt. Jetzt kommt er mit neuem Fokus wieder. MD hat er im September vergangenen Jahres verlassen, jene Firma wurde inzwischen vom US-Investor Blackstone übernommen.

Was genau mit dem ehemaligen Mindener Hertie-Haus geschehen wird, soll in den kommenden Wochen festgezurrt werden. Unter anderem ist das Mindener Haus Hagemeyer interessiert daran, dort ein großes Sportgeschäft zu eröffnen. Die Mindener Politik hatte unlängst eine Bedingung der damals noch nicht öffentlich benannten interessierten Investoren erfüllt und das Schließen der Arkaden an der Bäckerstraße prinzipiell erlaubt.

Damit scheint endgültig Bewegung in die bisher als verfahren geltende Situation der Brache am Wesertor zu kommen. Noch im Sommer sah es so aus, als werde sich da vorerst wenig tun. Der Hamburger Projektentwickler ECE war nach dreijährigen Versuchen, die Erbpacht-Grundstücke unter der ehemaligen Hertie-Immobile zu akquirieren, im vergangenen Sommer überraschend von dem Projekt „Wesertor-Galerie“ zurückgetreten.




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