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Steinhuder Museen verzeichnen steigende Besucherzahl / Führungen im Bergbaumuseum

Hemd ohne Naht ein „einzigartiges Stück“

Steinhude/Hagenburg (mak). Das Fischer- und Webermuseum am Steinhuder Meer hat erstmals 1989 seine Türen geöffnet. Bevor der Förderverein „Fischer- und Webermuseum Steinhuder Meer“ die Eröffnung realisierte, war das 1850 errichtete Fachwerkhaus bis 1984 wie zu alten Zeiten bewohnt. Die Besitzer hatten den baulichen Charakter des Hauses kaum verändert und das ursprüngliche Mobiliar bewahrt.

veröffentlicht am 05.11.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:42 Uhr

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Heute zeigt das Museum ein lebendiges Bild vom Steinhuder Leben der vergangenen Jahrhunderte – geprägt von den Hauptzweigen der Fischerei im Steinhuder Meer und dem Weben wertvoller Leinenstoffe. Das von Johann Henrich Bühmann im Jahr 1728 nahtlos gewebte Hemd ist der Museumsleiterin Sandra Kilb zufolge ein einzigartiges Ausstellungsstück.

Seit Mai 2012 ist das Spielzeugmuseum Steinhude auf dem Gelände des Fischer- und Webermuseums beheimatet. „Im Mai 2011 wurde das Museum geschlossen und der Umzug auf das Gelände des Fischer- und Webermuseums vorbereitet“, erzählte Kilb. Nach der Wiedereröffnung im Mai dieses Jahres gab es allerdings einen Besuchereinbruch zu verzeichnen. Das lag nach Aussagen von Sandra Kilb daran, dass die Leute nach der Schließung nicht mit einer Neueröffnung gerechnet hätten. „Für die Besucher war das Museum nicht mehr existent“, fügte Kilb hinzu. Obwohl das Museum mehrmals den Umzug und die angestrebte Neueröffnung nach außen hin kommunizierte, war es schwierig, den Leuten das Spielzeugmuseum ins Gedächtnis zu rufen. Mittlerweile habe sich aber alles wieder normalisiert, freut sich Kilb.

Ansonsten sei von großartigen Problemen des Museums nichts zu spüren, ganz im Gegenteil: Dank zwei erfolgreicher Sonderausstellungen in diesem Jahr gibt es sogar eine leichte Steigerung bei den Besucherzahlen. Eine Quilt-Ausstellung im Obergeschoss des Hauptgebäudes habe sogar Gäste aus Süddeutschland angelockt.

Neben den Steinhuder Museen verfügt auch Hagenburg über ein anschauliches Museum: Das Bergbaumuseum „Schacht Weser“ stellt Exponate aus dem Stein- und Kalibergbau aus. Die Ausstellung besteht zum Teil aus Spenden von Privatsammlungen, die aufgelöst worden sind. Der Schacht Weser wurde 1910 erschlossen, bis 1928 wurden Kalisalze aus bis zu 1400 Meter Tiefe gewonnen. Mitglieder des Bergbauvereins Hagenburg sowie ehemalige Bergleute führen regelmäßig durch die umfangreiche Ausstellung von originalen Gerätschaften, Mineralien, Plänen und Fotodokumenten.




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