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Kritik am Land: SPD für IGS in Rinteln

"Hier wird der Elternwille mit Füßen getreten"

Rinteln (wm). Spät, aber immerhin, hat jetzt die SPD-Fraktion im Rat einen offiziellen Antrag an die Stadt Rinteln gestellt, sie möge sich für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Rinteln einsetzen.

veröffentlicht am 18.07.2008 um 00:00 Uhr

Dabei stellen sich zwei Probleme, die auch Fraktionsvorsitzender Klaus Wißmann kennt, der als Kreistagsmitglied jüngst den neuen IGS-Standorten Obernkirchen, Helpsen und Rodenberg zugestimmt hat. Problem Nummer eins: Es wird ein Gebäude gebraucht. Wißmann hofft auf das Gebäude der Prince Rupert School, denn Gerüchten zufolge wollen die Briten den Schulstandort aufgeben. Das mag Kreisdezernentin Eva Burdorf so nicht bestätigten: Man habe von den Briten auf eine entsprechende Frage noch keine Antwort erhalten - die werde es frühestens nach den Ferien geben. Zweites Problem: Im Schulgesetz ist festgeschrieben, dass neue IGS-Standorte fünfzügig sein sollen. Aber die Schülerzahlen im Landkreis geben derzeit keine Fünfzügigkeit für fünf Standorte her. Hier hofft Wißmann, dass der Andrang auf die Gesamtschulen anhält, auch vor dem Hintergrund, dass es fraglich sei, ob die Hauptschulen langfristig Bestand haben. Beim Landkreis, schilderte Pressesprecher Klaus Heimann, hat man eher die Kosten im Blick. Denn die vom Land geforderte Fünfzügigkeit könnte den Landkreis zu teuren Anbauten zwingen. Heimann: "Das wird zurzeit geprüft." Wißmann hofft auf die Unterstützung des SPD-Landtagsabgeordneten Heiner Bartling: "Für die Festlegung der Fünfzügigkeit gibt es weder aus organisatorischer noch pädagogischer Sicht eine Begründung, schon gar nicht bei rückläufigen Schülerzahlen. Hier baut die Landesregierung einfach Erschwernisse auf, hier wird der Elternwille mit Füßen getreten."




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