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Gemeinderat Luden freut sichüber alte Dokumente

Historische Bilder für den Sitzungssaal und die Chronik

Luhden (sig). Das Sitzungszimmer des Luhdener Gemeinderates zieren jetzt vier kolorierte Bleistiftzeichnungen. Sie stammen von der Grafikerin Heidrun Ewald aus Rolfshagen und zeigen die einstige Katharinenkapelle vom Lindenbrink, den ehemaligen Wöpkingshof sowie das Haus Nr. 13 mit der dazu gehörenden Leibz ucht.

veröffentlicht am 28.07.2008 um 00:00 Uhr

Ursprünglich befanden sich die Bilder im "Kastanienhof", denn ehe Günther Korte das gesamte Gelände 1982 erwarb und zu einer sehr ansehnlichen Dorfmitte ausbaute, stand genau dort der besagte Wöpkingshof. Die Kastanien sind noch von Heinrich Winkelhake gepflanzt worden, dem durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Besitzer des Hofes. Er war ein Onkel der Grafikerin. Ihr Vater Wilhelm Winkelhake stammte vom Wöpkingshof und wohnte bis 1981 in der Leibzucht. Ihm hatte die Tochter zu den unterschiedlichsten Anlässen immer wieder Zeichnungen mit Motiven aus Luhden geschenkt, die er jetzt großzügig an die Heimatgemeinde weitergegeben hat. Als Zugabeüberreichte Wilhelm Winkelhake dazu noch ein Originalzeugnis seiner Tante Karoline Winkelhake aus der früheren Dorfschule. Ausgefertigt wurde es am 10. März 1910 und unterschrieben vom Lehrer und vom Ortschulinspektor Kampermann. Die Noten der damals 14-jährigen Schülerin, die in Luhden im damaligen Kreis Bückeburg geboren wurde, konnten sich sehen lassen. Kein Wunder, dass sich der Gemeinderatüber diese Schenkung sehr freut. Bürgermeister Peter Zabold und Gemeindedirektorin Svenja Edler besuchten deshalb Wilhelm Winkelhake und dessen kreative Tochter, die sich als Volkshochschuldozentin für Zeichnen, Malerei und Druckgrafik einen Namen gemacht hat. Sie nahm bereits an mehreren Ausstellungen in der Region teil und wurde mehrfach ausgezeichnet. Bei dem Gespräch hörten die Gäste noch so manche Reminiszenz aus dem dörflichen Alltag von Luhden und Rolfshagen in der Vor- und Nachkriegszeit. In kalten schneereichen Wintern war es damals, so erfuhren sie, zum Beispiel schwierig, sich gegenseitig zu besuchen. Beim Abschied gab es noch ein weiteres Dokument für die in Arbeit befindliche Dorfchronik, und zwar ein Foto der Schuljahrgänge 1929 bis 1931. Mit dabei waren damals die Lehrer Ahrens und Prasuhn.




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