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Internationale Musikakademie für Solisten (IMAS) zu Gast auf Schloss Bückeburg

Hochbegabte Musiker und renommierte Dozenten

Bückeburg. Zwei Wochen lang ist derzeit die Internationale Musikakademie für Solisten (IMAS) zu Gast auf Schloss Bückeburg, um hochbegabte Studenten der klassischen Musik in „Meisterkursen“ zu fördern. Um einen Platz beworben hatten sich nach Auskunft von Peter Christoph Loewe, dem Vize-Vorsitzenden des 1978 gegründeten Vereins, an die 90 jungen Leute, von denen knapp 50 eine Zusage erhalten haben. Dem Renommee der IMAS entsprechend handelt es sich bei den Kursteilnehmern um außergewöhnlich talentierte examinierte Solisten mit Konzerterfahrung, die aus China, Südkorea, Russland und vielen anderen Ländern der Welt angereist sind, um hier nun quasi „den letzten Schliff“ für deren Karriere zu erhalten, ergänzt Vereinsvorsitzender Veit Pagel.

veröffentlicht am 12.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

Als Dozenten bei der inzwischen 35. „IMAS-Herbstakademie“ fungieren Prof. Bernd Goetzke (Klavier), Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello) und die Kammersängerin Prof. Helen Donath (Gesang), die sich alle drei ihrerseits weltweit einen Namen gemacht haben.

So hat Goetzke, der bereits als 13-Jähriger zu einem Frühstudium an der Musikhochschule zugelassen wurde und sich seit einigen Jahren insbesondere der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts widmet, nicht nur selbst zahlreiche Preise bei internationalen Musikwettbewerben gewonnen, sondern engagiert sich regelmäßig auch als Juror bei solchen Wettbewerben. Auf seine Initiative geht zudem die Gründung des „Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF)“ als Studiengang der Hochschule für Musik und Theater Hannover zurück, bei dem es sich laut IMAS-Informationen um ein „bundesweit einmaliges Modell“ handelt.

Zur Vita von Schmidt gehören dagegen Auszeichnungen wie etwa der „Grand Prix de la Ville de Paris“ plus des „Preises für zeitgenössische Musik“, die ihm beide beim Internationalen Rostropovitch-Wettbewerb verliehen worden sind, sowie der Erste Preis beim International Australasian Cello Competition in Neuseeland. Ferner ist er Preisträger des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau sowie des International Leonrad Rose Cello Competition in den USA. Als Solist konzertierte Schmidt schon mit vielen bekannten Orchestern, darunter dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem Orchestre Philharmonique de Radio France.

Donath schließlich wird von der IMAS als „Sopranistin von Weltrang“ beschrieben, die im Verlauf ihrer internationalen Karriere in allen großen Opernhäusern aufgetreten ist. So beispielsweise in der Staatsoper Berlin, der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden und in Paris, Tokyo sowie den USA. Überdies habe sie „mit allen bedeutenden Dirigenten“ – sprich: unter anderem mit Herbert von Karajan, Leonard Bernstein und Rafael Kubelik – zusammengearbeitet.

Soweit die personellen Eckdaten, die allein schon für die hohe Qualität der aktuellen „IMAS-Herbstakademie“ stehen. Einen kleinen Vorgeschmack auf das für Sonntag, 15. September, um 17 Uhr, im Festsaal des Bückeburger Schlosses anstehende große Abschlusskonzert mit ausgewählten Solisten der „Meisterkurse“ (Konzertkarten gibt es an der Tageskasse) bot indes ein zu Beginn der Woche vom Verein für die Kursteilnehmer, deren Gastfamilien und die Dozenten ausgerichteter stilvoller Abend, der dem Kennenlernen untereinander dienen sollte. Zu hören waren hier nämlich einige von den Dozenten respektive Studenten intonierte Werke wie etwa Rachmaninoffs „Walzer und Romanze für sechs Hände“ und die von Robert Schumann komponierten „Fantasiestücke op. 73 für Violoncello und Klavier“, die allesamt ein Hörgenuss waren. wk

Mit Hingabe lassen Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt (Bild) und der Pianist Boris Kusnezow (IMAS) die aus der Feder von Robert Schumann stammenden „Fantasiestücke op. 73 für Violoncello und Klavier“ erklingen. wk




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