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Symposium: Kaffee trinken und Kuchen essen - für den guten Zweck / "Jupp-Franke-Gedächtnis-Preis"

Höft-Werk soll der Stadt erhalten bleiben

Obernkirchen (rnk). Geschichte wiederholt sich zuweilen. Auch bei dem am nächsten Montag beginnenden 7. Symposium der Bildhauer aus aller Welt wird wieder für den guten Zweck Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Wie schon vor drei Jahren soll damit der Erhalt einer Skulptur finanziert werden: Roland Höfts Werk "Zeit für sich und Zeit für mich" soll so der Stadt erhalten bleiben.

veröffentlicht am 14.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

2003 waren Kaffee und Kuchen bei den Gästen so beliebt, dass mit dem Erlös die vielleicht schönste Skulptur aller Symposien angekauft und der Stadt übergeben werden konnte: Tutanis "Imagination of beauty", die jetzt vor dem Trafohäuschen steht - neben der Skulptur des Detmolders Höft. Bei der letzten Zusammenkunft des Vorstandes des "Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposiums" (IOBS) wurden entsprechende Pläne abgesegnet, offiziell würde das "Kulturfenster" die Skulptur erwerben und an die Stadt übergeben. Hintergrund ist eine Ausstellung in einem belgischen Skulpturenpark, für die Höft sein Werk eingeplant hatte. Dort wäre es möglicherweise verkauft worden, zudem ist die Skulptur jetzt auch offiziell im Besitz des Bildhauers: Die Verkaufsfrist, binnen derer das Kunstwerk im Besitz des Veranstalters bleibt, ist abgelaufen. Höft sieht es so: "Natürlich wäre es mir lieber, die Skulptur bliebe in Obernkirchen, denn da gehört sie hin", erkärte der Künstler gegenüber unserer Zeitung. An den kürzlich verstorbenen Bildhauer Josef, genannt Jupp, Franke wird ein Fotopreis erinnern. Der "Jupp-Franke-Gedächtnis-Preis" sucht die schönsten Fotos vom 7. Internationalen Symposium. Eingereicht werden können pro Teilnehmer drei Fotos als Abzug in der Größe 20 mal 30 Zentimeter. Die Fotos können in Farbe oder Schwarzweiß sein, auch kreative Bearbeitungen am PC sind erlaubt. Allerdings können nur klassische Fotoabzüge teilnehmen, keine CD's, DVD's oder E-Mails. Einsendeschluss ist am 30. September. Die Adresse: Kristiane Allert-Wybranietz, Zum Horsthof 6 im Auetal. Dotiert ist der Preis mit 300, 200, 100 und zwei Mal 50 Euro für die fünf Gewinnerbilder. KleineÄnderungen wird es in den zwei Wochen, in denen die Künstler auf dem Kirchplatz in einer deutschlandweit wohl einmaligen Atmosphäre ihrer Arbeit nachgehen werden, für die Info-Galerie geben. Das Team Obernkirchen, das sie betreibt, wird 14 Tage lang umziehen: auf den Kirchplatz, wo neben der Treppe zum Berg- und Stadtmuseum eine kleine Holzhütte aufgebaut werden soll. Dort wollen die Mitarbeiter neben dem Buch über Jupp Franke ihre Flyer über Obernkirchen und natürlich den Skulpturenpfad anbieten. Zumindest das Telefon in der Info-Galerie wird weiterhin besetzt sein: Die Nummer wird auf ein Handy umgeleitet. Die Führungen, die über den Skulpturenpfad führen, werden um eine kleine Attraktion erweitert: Ein Abstecher in die Werkstatt von Jupp Franke ist möglich. Und der Film, der einstüber Jupp Franke gedreht wurde ("Der Herrgottschnitzer") wird von der Kolping-Familie abends in der Sakristei gezeigt. Voraussichtlicher Termin ist 19 Uhr, außer am Sonnabend und Sonntag, wo ein früherer Termin noch gesucht wird. Auch die Stiftskirche wird eine größere Rolle bei diesem Symposium spielen. In ihr wird die begleitende Verkaufsausstellung aufgebaut, die dann täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein wird und in der die teilnehmenden Künstler kleinere Werke anbieten werden. Weitere Termine rund um das Symposium sind ein Auftritt des Männergesangvereins am Donnerstag, 24. August., der Auftritt des Jazz-Chors Minden am Sonntag, 27. August, in der Stiftskirche und ein Besuch der Europaabgeordneten und ehemaligen Vorsitzenden der Grünen im Landtag zu Hannover, Rebecca Harms, die am Montag, 28. August, nach einer Führung mit den Künstlern über fair gehandelte Kunst sprechen wird. Und auch eine Web-Cam wird wieder installiert, die das Geschehen auf dem Kirchplatz in alle Weltüberträgt: Sie wird auf dem Kirchdach in einem kleinen Fenster aufgebaut. Am kommenden Wochenende werden die Arbeitsplätze der Künstler eingerichtet, ab Montag, 8 Uhr, werden sie beginnen. Dann ist das 7. Symposium offiziell eröffnet.




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