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Märchensänger-Kammerkonzert bietet Bühne für Flöten und Trompete

Hörenswertes „Holz & Blech“

Bückeburg. Acht hörenswerte Kostproben aus dem Bereich „Holz & Blech“ hat jetzt ein Kammerkonzert der Musikschule Schaumburger Märchensänger seinen Besuchern offeriert. Die von Schülern der Querflötenklasse von Tobias Lempfer und der Blechbläserklasse von Gregor Nowara dargebotenen Beispiele gerieten sehr zum Gefallen des Publikums. Kräftiger Applaus belohnte die Interpreten.

veröffentlicht am 01.03.2016 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:22 Uhr

Im Mittelpunkt des Konzerts stand die Flötistin Jasmin Samira Buddensiek, die das Programm vorstellte, mit dem sie im Frühjahr ihre fachpraktische Abiturprüfung bestreiten wird. Die pianistische Begleitung übernahm Sebastian Knappe aus Hannover, der seit 2015 als Dozent an der Musikschule engagiert ist. Einen klanglichen Kontrast setzte der junge Trompeter Kincaid Keuler mit Allen Vizuttis „Anywhere U.S.A.“. Da Lanah Quintern aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, übernahm Lehrer Lempfer bei einigen Stücken den Part des zweiten Flötisten.

Nach dem gelungenen Auftakt mit Johann Sebastian Bachs „Sonate für Flöte und Cembalo Es-Dur“ und Philippe Gauberts „Sicilienne“ stellten Buddensiek und Knappe mit den „Klängen des Waldes“ (Sofia Gubaidulina) unter Beweis, dass sie auch Zeitgenössisches gut zu bewältigen wissen. Zu den Höhepunkten der kurzweiligen Veranstaltung zählten überdies die Abitur-Stücke „Sonate für Flöte und Klavier“ (Otar Taktakishvili) sowie „Idyll“ und „Swing Together“ aus den „Stücken für zwei Querflöten und Klavier“ (John Kember), die den Aufführungen einen munter-leichtfüßigen Abschluss bescherten.

Gregor Nowara trug mit zwei literarischen Zwischentexten des Flötenlehrers Friedrichs des Großen, Johann Joachim Quantz, zum Gelingen der Veranstaltung bei. Quantz hatte sich in seinem 1752 in Berlin erschienenen „Versuch einer Anweisung, die Flöte traversière zu spielen“ unter anderem mit der Problematik auseinandergesetzt, dass ein Flötist „absonderlich bei warmem Wetter am Munde schwitze und die Flöte folglich nicht am gehörigen Orte fest liegen bleibt, sondern unterwärts glitsche“.

Dem Übel sei dergestalt abzuhelfen, dass der Musikus Mund und Flöte rein abwische, hernach in Haar oder Perücke greife und den dann am Finger klebenden feinen Puder an den Mund reibe. „Hierdurch werden die Schweißporen verstopfet und er kann ohne Hindernis weiterspielen“, zitierte Nowara den Fachmann sehr zum Amüsement insbesondere des jüngeren Publikums. bus




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