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Gala zum fünfjährigen Bestehen / Dokumentationszentrum eröffnet / Fohlen geboren

Hofreitschule: In dieser Form gibt es sie in Deutschland kein zweites Mal

Bückeburg (bus). Als „eine Stätte der Kultur, wie es sie in dieser Form in Deutschland kein zweites Mal gibt“, hat Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe die Fürstliche Hofreitschule bezeichnet. Die Betreiberfamilie habe den Erfolg mit viel Energie, Engagement und Leidenschaft herbeigeführt. Das hörten Christin, Diana und Wolfgang Krischke gern, als sie gemeinsam mit zahlreichen Gästen am Mittwoch das fünfjährige Bestehen ihres Lebenswerkes feierten.

veröffentlicht am 14.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 20:41 Uhr

Die Jubiläumsfeier führte im Reithaus und anschließend im großen Saal des Bückeburger Rathauses Kapazitäten und Koryphäen der europäischen Reiterwelt, aus Hofreitschulen und Pferdemuseen zusammen. Ausbilder der klassischen Reitkunst und Tierärzte nahmen ebenso teil wie Historiker und Mitglieder des reitkunstzugewandten Hochadels. Die Gäste waren außer aus Deutschland aus England, Frankreich, Österreich, Tschechien, Belgien und Dänemark angereist.

Im Mittelpunkt standen unterdessen die „Professoren zu vier Hufen“, die in einer faszinierenden Gala ihr Können unter Beweis stellten. Die vielfältigen Darbietungen – zur Präsentation kamen Schulen über der Erde, am Langen Zügel, an der Hand und im Damensattel gleichermaßen wie angewandte Reitkunst und Fechtkunst zu Pferde – wurden streckenweise mit frenetischem Beifall belohnt.

Einen weiteren Höhepunkt der Festfolge stellte die offizielle Eröffnung des Europäischen Dokumentationszentrums für Reitkultur und Reitkunst dar. In dem unter der Bückeburger Adresse Schlossplatz 4 residierende Zentrum soll der Geist der Aufklärung auferstehen. Kurz erläutert, soll es ein Bindeglied zwischen Buch und Praxis bilden. Konkreter formuliert geht es um das Aufweichen überholter Konventionen, die Verbreitung vernunftbasierter Lehren und das Zusammenführen alten und neuen Wissens mithilfe von Fachleuten, die sich zum Wohle des Pferdes zusammenfinden, um wissenschaftlich und kreativ, philosophisch und praktisch zu wirken. Das erläuterten der wissenschaftliche Leiter Dr. Robert Stodulka und die Beiratsmitglieder Professorin Dr. Christine Aurich und Eberhard Weiß.

Aus Anlass des Jubiläums veranstaltet der Förderverein „Fürstliche Hofreitschule“ am Sonnabend, 16. Mai, und Sonntag, 17. Mai, ein Wochenende der Offenen Tür. Geboten werden ein historischer Markt, Reitkunstvorführungen auf der Sommerreitbahn vor dem Marstall, barocke Livemusik und viele Attraktionen mit historischem Hintergrund.

Nebenbei: Pünktlich zum Fünfjährigen gelang es den Krischkes, die dereinst berühmte Rasse der sogenannten Bückeburger Hengste wieder ins Leben zu rufen. Ein aus Berber und Lusitano gekreuztes Fohlen erblickte zwei Tage vor dem Fest das Licht der Welt.




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