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Rat Lauenau beschließt Haushalt / Keine Neuverschuldung nötig

Hohe Investitionen

Lauenau. 1,8 Millionen Euro stehen im Flecken Lauenau im Haushaltsjahr 2014 an Investitionen an. Neue Kreditaufnahmen sind dank hoher Einnahmen der Gemeinde und der Teilnahme an einigen Förderprogrammen allerdings nicht notwendig, der aktuelle Schuldenstand von fast sechs Millionen Euro wird sich demnach nicht erhöhen. Kämmerer Sven Janisch präsentierte den Haushalt als ausgeglichen, der Lauenauer Rat beschloss den Plan einstimmig.

veröffentlicht am 05.03.2014 um 21:33 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:42 Uhr

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Die Steuereinnahmen für 2013 blieben im Vergleich zu 2012 in den meisten Punkten stabil, die Einnahmen durch Gewerbe- und Einkommensteuer stiegen jedoch merklich an: die Gewerbesteuereinnahmen von 680 000 auf 720 000 Euro, die Einkommensteuereinnahmen von 1,59 auf 1,65 Millionen Euro. Eine weitere elementare Einnahmequelle des Flecken Lauenau bilden die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, insgesamt 780 000 Euro. Bei den Ausgaben schlagen besonders die hohen Umlagen – bedingt durch die hohen Einnahmen – zu Buche, insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Größter Posten bei den Investitionen ist der Gewerbepark mit insgesamt 470 000 Euro. Der Innenhof soll für 300 000 Euro hergerichtet werden, am Gewerbepark selbst soll im Bereich des DRK unter anderem ein sogenanntes „Seniorenhotel“ und ein neuer Aufzug entstehen. Auch in Sachen Sanierungen steht einiges an: 200 000 Euro sind für Straßensanierungen eingeplant, das Gebäude an der Marktstraße 1 soll für 200 000 Euro hergerichtet werden. Außerdem investiert der Flecken in den Breitbandausbau – knapp 200 000 Euro sind dafür vorgesehen –, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung wird etwa 215 000 Euro kosten.

Die Investitionen seien selbstverständlich ein „starker Brocken“ für eine Gemeinde der Größe Lauenaus, so Janisch. Dank der Ko-Finanzierung durch Förderprogramme des Landes und des Bundes erhält die Gemeinde aber fast 990 000 Euro, Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken bringen 430 000 Euro ein. Damit bleibt eine Nettoinvestitionssumme von „nur“ etwas mehr als 390 000 Euro für den Flecken übrig.

Der Rat zeigte sich angesichts des Haushaltsplans zufrieden. Karl-Heinz Strecker (CDU) wandte jedoch ein, dass der Posten Straßensanierungen ruhig noch höher hätte werden können, in Zukunft werde auf den Flecken dabei noch einiges zukommen. Thomas Berger von den Grünen kommentierte zudem noch etwas spöttisch, dass er in Anbetracht der hohen Summen, die in der Vergangenheit noch als Nachtragshaushalt beschlossen worden seien, den aktuellen Plan eher als „Punktaufnahme“ sehe.




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