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Samtgemeinderat: „Badewonne“-Ausbaupläne, Windenergie und „Max und Moritz“

Hohe Investitionen und der Abschied von Anke

Samtgemeinde Niedernwöhren (jpw). Personelle Veränderungen, aber in erster Linie hohe Investitionen könnten noch bis zum Jahresende ihre Schatten im Samtgemeinderat Niedernwöhren vorauswerfen: Der absehbare Abschied von Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke und ein mögliches zweites Becken mit einer Außensauna für die „Badewonne“, das ist der Wunsch des Fördervereins Hallenbad Nordsehl.

veröffentlicht am 14.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:42 Uhr

Das bisherige Bad stößt mit jährlich 50 000 Besuchern „an gewisse Grenzen“, so formuliert es Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke. Den Kommunalpolitikern liegt eine Machbarkeitsstudie vor, die Investitionen von rund drei Millionen Euro vorsehen würde, sollten die Ausbaupläne in der vorliegenden Form verwirklicht werden. „Wir müssen aber auch auf unseren Haushalt aufpassen“, gibt Anke zu bedenken. Möglicherweise noch vor Weihnachten werden die Kommunalpolitiker eine Entscheidung treffen, wie es rund um die „Badewonne“ weitergeht. Aus gegenwärtiger Sicht erscheint alles möglich: Alles könne so bleiben, wie es gegenwärtig läuft – bis hin zu dem Beschluss, zu sanieren und ein zweites Becken für die „Badewonne“ hinzuzubauen.

Geprüft werden muss, so sieht es Anke, „ob es nicht eine Hausnummer zu groß“ sein könnte, ob „abgespeckt werden“ müsse. Eine Projektgruppe bereitet die Entscheidung im Rat vor.

Abgearbeitet wird nach den Worten von Anke auch die Vorgabe des Verwaltungsgerichtes Hannover, das Höhenbegrenzungen für Windenergie in den Flächennutzungsplan einbeziehen muss. Mit möglichen Plänen für einen Windenergiepark in Nordsehl, die die Samtgemeinde bisher nur vom „Hörensagen“ kennt, müsse sich zunächst einmal die dortige Gemeinde befassen und im Falle einer positiven Entscheidung einen Antrag an die Samtgemeinde stellen.

Auch das aus Richtung Wiedensahl strahlende Thema „Wilhelm Busch“ wird, falls es einen positiven Bürgerentscheid gibt, vermutlich kurz vor dem Jahreswechsel wieder im Samtgemeinderat behandelt werden. Der Landkreis Schaumburg und die Samtgemeinde Niedernwöhren sollen, so ist es bisher vorgesehen, Anfang des nächsten Jahres die inhaltliche Arbeit, bezüglich „150 Jahre Max und Moritz“ fördern.

Das Thema Feuerwehren ist für Anke „eigentlich durch“. Es gebe ein gutes Konzept. Einige „Baustellen“ sieht Anke wohl eher für seinen Nachfolger: „Das Thema Grundschulen wird uns inhaltlich begleiten“, meint er und verweist auf Elternwünsche wie eine „Ganztagsgrundschule“ und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung.

Last, but not least gewinnt eben ein weiteres Thema an Fahrt: der Abschied von Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke. Er wird zum Jahresende in den Ruhestand gehen. Mit Blick auf den bereits feststehenden Termin der Wahl eines Nachfolgers am 20. Januar 2013 positionieren sich in den nächsten Wochen die Kandidaten für die Nachfolge – mit anderen Worten: Der Wahlkampf hält Einzug in der Samtgemeinde Niedernwöhren.

Bleibt alles so, wie es ist, oder wird aufgestockt? Der Samtgemeinderat diskutiert Ausbaupläne bei der „Badewonne“. Foto: pr.




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