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Stiftung Bethel entscheidet sich aus wirtschaftlichen und regionalen Gründen gegen Bückeburg

Hospiz kommt nach Stadthagen

LANDKREIS. Das Hospiz Schaumburg wird in Stadthagen an der Büschingstraße gebaut. Diese Entscheidung hat die Stiftung Bethel Bückeburg auf ihrer Vorstandssitzung am Mittwochabend getroffen. Das teilte der Stiftungs-Vorstand, Pastor Jens Hauschild, gegenüber unserer Zeitung mit. „Wir verstehen uns als Bückeburger Stiftung, schon der Abriss des Krankenhauses Bethel hat Bückeburg schwer genommen, wir haben uns schwergetan, uns gegen Bückeburg und für Stadthagen zu entscheiden“, sagte der Pastor. Er hoffe aber, alle nach einer verständlichen Enttäuschung mitnehmen zu können und spielte damit auch auf die Hospizvereine Bückeburg und Stadthagen an, die kurz vor der Fusion stehen und bereits zahlreiche Spenden gesammelt haben.

veröffentlicht am 13.06.2019 um 11:48 Uhr

Auf diesem Grundstück an der Petzer Straße hinter der Diakonie-Sozialstation in Bückeburg wollte die Stiftung Bethel das Hospiz Schaumburg mit seinen acht Plätzen errichten, nun wird es aus wirtschaftlichen und regionalen Gründen in Stadthagen an der
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Neben sachlichen Gründen wie der Grundstücksfrage hätten vor allem wirtschaftliche und regionale Aspekte den Ausschlag für Stadthagen gegeben, gab Hauschild die Diskussion wieder. Hospize sollten im Umkreis von 30 bis 50 Kilometer gebaut werden. Da Minden bereits ein Hospiz hat, wäre die Überschneidung mit Bückeburg zu groß und eine Auslastung des Hospizes nicht gewährleistet gewesen. Daher habe auch der Geschäftsführer des Partners der Stiftung, der AWO Gesundheitsdienste Betreuung Bad Münder gGmbH, deutlich gesagt, dass die Lage Bückeburg ungünstig sei und für den Standort in Stadthagen, wenn nicht sogar weiter ins Kernland Schaumburgs plädiert. Hauschild: „Die Stadthäger wären noch nach Bückeburg gefahren, aber die Bad Nenndorfer?“

In die engere Auswahl waren drei Grundstücke gekommen, die die Voraussetzung für den Bau eines Hospizes mit einer benötigten Grundstücksfläche zwischen 3000 bis 3500 Quadratmetern und einer Gebäude-Grundfläche von 800 bis 1000 Quadratmeter erfüllt hätten: Eines an der Petzer Straße in Bückeburg, wo das Evangelische Altersheim einen zweiten Standort plant (wir berichteten), einen an der Heinrich-Heine-Straße im Bereich der Steinberger Straße in Bückeburg und das Grundstück in Stadthagen. Es liegt an der Büschingstraße etwa 100 Meter entfernt vom Josua-Stegmann-Heim im Bereich eines kleinen Parks und gehört der St-Martini-Kirchengemeinde. Die Stiftung hofft, das ruhig gelegene Grundstück in Erbpacht erwerben zu können. Die Stiftung will mit der Gemeinde und der Stadt Stadthagen nun „zügist“ Gespräche führen und die Planungen vorantreiben, um das Bauvorhaben „möglichst schnell zu realisieren“.

Der kleine Park soll der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Seit März hatte die Stiftung intensiv diskutiert. Durch die Nähe zum Pflegeheim Josua Stegmann-Heim, hofft die Stiftung nach Angaben Hauschilds auf Synergieeffekte.

Bis zu 2,5 Millionen Euro – ohne Grundstück – wird das Gebäude mit seinen acht Hospizplätzen und der notwendigen Neben- und Schulungsräume kosten. Das Gebäude soll erweiterbar auf zehn Plätze sein. Geld hat die Stiftung jetzt wieder zur Verfügung hat, nachdem der Abriss des Krankenhauses Bethel und die Übergabe des baureifen Grundstücks an den Investor kurz bevorsteht und damit auch der Kaufpreis fließt.




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