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Küche in der Kindertagesstätte Unterwallweg reicht für die Zubereitung von bis zu 150 Mahlzeiten nicht aus

Hühner von Hand gepult

Bückeburg. Der Ratsausschuss für Jugend und Familie hat den Umbau der Küche der städtischen Kindertagesstätte Unterwallweg auf den Weg gebracht. Die Mitglieder votierten während einer vor Ort abgehaltenen Sitzung einstimmig für die Realisierung der alles in allem 145 000 Euro kostenden Maßnahme. Die Kosten sollen in den Haushaltsplänen 2014 und 2015 veranschlagt werden – 65 000 Euro 2014, der Rest 2015. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Herbst 2014 vorgesehen.

veröffentlicht am 13.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

Vor der Beschlussfassung hatte sich das Gremium ausgiebig über die gegenwärtigen Verhältnisse in Kenntnis setzen lassen. Kita-Köchin Melanie Röbke schilderte recht eindringlich, in welch beengten Verhältnissen derzeit Tag für Tag rund 135 Mahlzeiten entstehen. Bei einer in Aussicht stehenden Aufstockung durch die zusätzliche Versorgung des Röcker Kindergartens „Pusteblume“ kämen 15 weitere Mahlzeiten hinzu. „Es geht schon mit den Töpfen los“, erläuterte die Köchin. Für zwei größere Modelle reiche der Platz auf dem vorhandenen Herd nur bedingt aus. Darüber hinaus stelle die verschachtelte Einrichtung die Mitarbeiter vor Probleme. „Wenn dann noch Gäste in der Küche sind, was sie selbstverständlich dürfen, dann bekommt man manchmal echt Beklemmung.“ Man müsse in solchen Situationen überaus vorsichtig hantieren.

Die Vorteile einer Eigenversorgung wurden von den Ausschussmitgliedern nicht infrage gestellt. „Das Thema wird von den Eltern immer wieder angesprochen“, erklärte Röbke. „Es ist schön, wenn die Eltern hier reingucken und zufrieden sind.“ Und dass die Erziehungsberechtigten erleben könnten, „dass die Hühner hier noch von Hand gepult werden und das Hühnerfrikassee nicht aus der Dose kommt“. Christian Schütte machte zudem auf die beschränkten Lagermöglichkeiten aufmerksam. „Wir konnten hier nicht mehr alles, was wir an Lebensmittel brauchen, unterbringen und haben daher im vergangenen Jahr im Außenbereich als Provisorium einen Container aufgestellt“ legte der Fachgebietsleiter Jugend, Schulen und Sport dar.

Zuvor sei viel Zeit auf den Einkauf mit etlichen Mehrfachfahrten verwendet worden, ergänzte Kita-Leiterin Iris Wilkening. Heute erscheine der Großhandel alle zwei bis drei Wochen und liefere größere Gebinde. Überdies komme der Eigenversorgung Bedeutung bezüglich der immer häufiger auftretenden Lebensmittel-Unverträglichkeiten zu. Schütte erinnerte daran, dass am Unterwallweg seit rund 40 Jahren gekocht wird. „Die Küche ist in diesem Zuschnitt Anfang der 1970er Jahre errichtet und 2006 mit einer neuen Innenausrüstung ausgestattet worden.“ „Dann ist es jetzt wirklich höchste Zeit für eine bauliche Erneuerung“, meinte Ausschussvorsitzende Anka Knechtel, die es überdies bestrickend fand, „dass nach Abschluss der Arbeiten die Kapazität wahrscheinlich ausreicht, um einen weiteren Kindergarten zu versorgen“.bus




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