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Bergbaulore wird fest montiert / Wieder Gottesdienst auf dem Vorplatz / Fahrdienst ab Kirche

„Hund“ weist künftig den Weg zum Stollen

Feggendorf/Lauenau (nah). Zum zweiten Mal wollen sich evangelische Christen vor dem „Feggendorfer Stolln“ zu einem Gottesdienst treffen. Am Sonntag, 9. August, gestaltet Pastor Dieter Meimbresse die Feier um 10 Uhr. Besucher können den Weg zur ehemaligen Kleinzeche in Zukunft nicht mehr verfehlen: Ein „Hund“ auf dem kleinen Schienenstrang weist den Weg direkt am Wasserwerk.

veröffentlicht am 06.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:22 Uhr

Auf die Idee mit der originellen Markierung ist Wilhelm Mesenbrink gekommen. Das Mitglied der Arbeitsgruppe „Bergbau“ im Lauenauer Heimat- und Museumsverein dachte dabei an die vielen ortsfremden Gäste, die ihr Auto am Feggendorfer Waldrand stehen lassen und sich den Weg hinauf zum Stollen suchen müssen. Zwar gibt es ein Hinweisschild; doch am Wasserwerk konnten sie die richtige Route bislang nur ahnen.

Mesenbrink organisierte sich eine der ausgedienten Kohlenloren samt Gleisstück, lackierte sie pechschwarz und bat den Feggendorfer Malermeister Friedrich Wehrhahn das Seitenteil des in Bergmannskreisen nur „Hund“ genannten Gefährts zu beschriften. Nun zeigt ein Pfeil samt Hammer, Schlägel und Inschrift in die richtige Richtung.

Rechtzeitig bis zum kommenden Wochenende will Mesenbrink mithilfe von Landwirt Friedrich-Karl Reinecke den unübersehbaren Hinweis auf einem großen Findling dekorieren. Auch zwei Bänke sind soeben fertig geworden, die auf dem gut 550 Meter langen Streckenstück zwischen Wasserwerk und Stollen alle Spaziergänger zur Rast beim schon etwas mühevollen Aufstieg einladen wollen. Etwaigen Frevlern will Mesenbrink konsequent begegnen: Die Lore wird ebenso fest montiert wie die beiden zentnerschweren Sitzgelegenheiten aus Eichenholz.

Mesenbrink und Ehefrau Margit gehören auch zu den Organisatoren des zweiten Stollengottesdienstes. Den Besuchern stehen Bänke zur Verfügung. Nach der kirchlichen Feier werden auf dem alten Steiger-Herd und in einer Riesenpfanne allerlei Leckereien garen. Es gibt Stolleneintopf, Erbsensuppe und Puffer, sodass die Besucher das idyllische Ambiente mitten im Wald noch geraume Zeit nutzen können.

Wer sich den Fußweg nicht zutrauen sollte, kann einen Fahrdienst in Anspruch nehmen: Ein Taxi pendelt zwischen Pfarrhaus und Stolleneingang und hält auch am Feggendorfer Waldparkplatz. Allerdings ist eine vorherige Anmeldung im Pfarrhaus unter der Rufnummer (0 50 43) 14 47 erforderlich. Sogar eine Toileette steht erstmalig auf dem Stollengelände zur Verfügung.

Nur bei Regenwetter ist an den Gottesdienst im Wald nicht zu denken. Dann wird Ersatz im Gemeindehaus von St. Lukas geboten – einschließlich des Mittagsangebots von Herd und Pfanne.




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