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Freilichtbühne Nettelstedt überzeugt im Rathaussaal / Geschlossener Besuch von Kitas und Schulen

Hunderte Kinder fiebern mit „Biene Maja“ mit

Bückeburg (wk). Zu den Zeichentrickfilmen, die immer mal wieder über die Mattscheibe flimmern, gehören die spannenden Abenteuer der „Biene Maja“. Wohl kaum ein Kind, das noch keine Episode dieser Fernsehserie gesehen hat, und kaum ein Erwachsener, dem bei dem Gedanken an „diese kleine, freche, schlaue Biene Maja“ nicht sofort wieder der von Karel Gott intonierte Titelsong ohrwurmartig im Kopf herumgeistert. Eben diesen Klassiker der Kinderunterhaltung hat die Freilichtbühne Nettelstedt in ihrem Repertoire – und ihn nun auch auf die Bühne des Bückeburger Rathaussaals gebracht. Und die Rechnung ging auf:

veröffentlicht am 22.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:41 Uhr

Am Freitag, dem ersten der beiden Veranstaltungstermine, waren die Zuschauerreihen bis auf den letzten Platz besetzt. Mehrere Schulen und Kindergärten hatten die Gelegenheit für einen Theaterbesuch genutzt. Am Samstag stand die Veranstaltung dann der breiten Öffentlichkeit offen, wobei das Publikum diesmal aus Kindern in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern bestand und der große Saal immerhin noch zu weit mehr als der Hälfte gefüllt war.

Das dargebotene Stück selbst ist schnell erzählt: Gerade aus der Wabe geschlüpft, stemmt sich die „Biene Maja“ alias Ilka Kottkamp schon gegen die strengen Regeln des Bienenvolkes. Statt fleißig Blütenpollen zu sammeln, will sie lieber die Welt entdecken und büxt zusammen mit ihrem Freund „Willi“ (Max Moritz), einem kleinen, stets hungrigen Faulpelz, aus dem Bienenstock aus. Draußen lernen sie dann jede Menge andere Tiere kennen und erleben viele aufregende Abenteuer. So gerät „Maja“ etwa in das Netz der bösen Spinne „Thekla“ (Susanne Öwermann), aus dem sie vom Mistkäfer „Kurt“ (Lukas-Kilian Giese) gerettet wird, der kurz zuvor noch viel lieber ein Rosenkäfer gewesen wäre. Die Geschichte gipfelt schließlich darin, dass die „Biene Maja“ von einem geplanten Angriff eines gefährlichen Hornissenschwarms auf ihren heimischen Bienenstock erfährt. Der Untergang des Bienenvolks scheint unausweichlich, da fällt ihr eine List ein: Sie bittet das Theaterpublikum, ihr Bienenvolk durch kollektiv angestimmtes, lautstarkes Summen viel größer erscheinen zu lassen, als es eigentlich ist, um die Hornissen zu vertreiben. Die Zuschauer im Rathaussaal ließen sich das natürlich nicht zweimal sagen und gaben ein beinahe schon ohrenbetäubendes Summen zum Besten, was die Angreifer auf der Bühne zur sofortigen Flucht veranlasste. „Majas“ Bienenvolk und dessen -stock waren gerettet.

Mit lang anhaltendem, tosendem Applaus quittierten die Zuschauer am Ende das vom Regisseur Hinnerk Walbohm inszenierte Stück. Dass die Akteure bisweilen ein bisschen mehr Mimik und Gestik hätten ins Spiel bringen können, tat dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Zumal es sich bei den prächtig kostümierten Darstellern der Freilichtbühne Nettelstedt nicht um professionelle Schauspieler, sondern um ehrenamtliche Amateure handelt. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass bei den Gesangseinlagen des mit reichlich Musik gespickten Werkes der eine oder andere Ton daneben ging. Für die Kompositionen samt Liedtexten zeichneten Frank Suchland (Bückeburg) und Oliver Hartmann (Hannover) verantwortlich.

Der kriegerische Hornissenschwarm schickt sich an, den Bienenstock zu erobern. Fotos: Werk



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