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Kampf gegen „Tretminen“ an Kirchdamm und Kirchweg: Neue Installation wirkt nicht

„Hundetoilette“ wird ignoriert

Rodenberg. Auf dem Algesdorfer Kirchweg und dem daran anschließenden Kirchdamm ist Hundekot ein latentes Problem. Daher hat die Stadt Rodenberg eine sogenannte Hundetoilette aufgestellt. Doch mancher Hundehalter ignoriert den Beutelspender ganz offenkundig weiterhin.

veröffentlicht am 16.01.2015 um 03:26 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:22 Uhr

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FDP-Ratsfrau Marlies Berndt-Büschen hatte zuletzt im Ausschuss für Jugend und Soziales über das Problem berichtet. Dieses ist besonders gravierend, weil der Kirchdamm ein viel benutzter Schulweg für Kinder ist. Von der Grover Straße aus biegen zahlreiche Schüler auf die Strecke ein, weil sie erheblich weniger von Autos frequentiert wird – denn der Weg ist ausschließlich den Autos der Anlieger vorbehalten.

Auch viele Eltern, die ihren Nachwuchs zu Fuß zum Kindergarten Grover Straße bringen, nutzen den Kirchdamm. Noch größer wird die Zahl der Kinder zur Mittagszeit, weil dann zu den nach Hause laufenden Schülern jene kommen, die von der Grundschule über den Kirchdamm zum Hort in der Kita Grover Straße gehen.

Und da Kinder speziell in Gruppen kaum ununterbrochen Ausschau nach Hundehaufen halten, erwartet die Betreuer im Hort ebenso wie die Eltern daheim immer mal wieder eine übel riechende Überraschung. Des Weiteren sind die Kirche und das Gemeindehaus Ziele zahlreicher Kirchdamm- und Kirchweg-Passanten. Nicht zu vergessen die Bewohner der Häuser am Kirchdamm.

Berndt-Büschens Hinweis beantwortete die Verwaltung seinerzeit damit, dass bereits Hundebeutel geordert sind. Mittlerweile ist der Behälter auch strategisch günstig aufgestellt worden, und zwar genau an der Einmündung des Algesdorfer Kirchwegs in den Kirchdamm.

Doch diese Arbeit wird kaum belohnt. Noch immer müssen die Kinder Slalom um „Tretminen“ laufen. Und eine davon liegt sogar ausgerechnet direkt vor dem Beutelbehälter. Platt getreten, versteht sich – mindestens ein Schüler brachte also wieder eine übel riechende Überraschung mit nach Hause beziehungsweise in den Hort.

Bereits in der Ausschusssitzung, in der die Hundetoilette angekündigt wurde, hatten Politiker und Verwaltungsmitarbeiter erklärt, dass sie Hundekot an den Straßen und Wegen nie ganz verhindern können. Es bleibe lediglich der Appell an die Vernunft der Hundebesitzer. Denn deren Vierbeiner seien nicht das Problem. Und wenige schlechte Vorbilder bringen all jene Hundehalter in Verruf, die ihre Tiere nicht auf die Wege „machen“ lassen.




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