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Hydraulikpumpen hieven AOK aus dem Wesersand

Rinteln. Weil das AOK-Gebäude in der Bahnhofstraße langsam im Wesersand versinkt und sich in den letzten 20 Jahren um 20 Zentimeter zur Seite geneigt hat, wird es jetzt mit Hydraulikpumpen wieder angehoben. Jan Wolfanger, Chef der Firma "HyBauTec" aus Dortmund, will das möglich machen.

veröffentlicht am 05.08.2009 um 14:21 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Rinteln. Weil das AOK-Gebäude in der Bahnhofstraße langsam im Wesersand versinkt und sich in den letzten 20 Jahren um 20 Zentimeter zur Seite geneigt hat, wird es jetzt mit Hydraulikpumpen wieder angehoben. Jan Wolfanger, Chef der Firma "HyBauTec" aus Dortmund, will das möglich machen.
Was sich für Laien wie ein abenteuerliches Unternehmen anhört, ist für Wolfanger und sein Team längst Routine: Mindestens 100 Häuser habe er schon angehoben, schätzt er. Noch ist an der Bahnhofsstraße wenig zu sehen, außer leeren Kellerräumen – erst in den nächsten Tagen sollen die Bauarbeiter anrücken und den Boden aufstemmen. Dann wird im Keller wird ein neuer Stahlbetonboden gegossen, dann 70 Hydraulikzylinder an zuvor statisch berechneten Punkten in den Boden getrieben, bis man auf einen tragfähigen Untergrund trifft. Danach wird das dreistöckige Gebäude computergesteuert mit Hydraulikkraft angehoben. „Das geht im 0,2 Millimeterschritt“ verrät Wolfanger. Genaugenommen sei eine solche Pfahlgründung eine Methode aus dem Mittelalter nur eben heute mit Hightech-Geräten ausgeführt. Ganz Venedig ist auf Pfählen gegründet.

Mehr dazu lesen Sie morgen in der SZ/LZ.




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